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Nach den Schüssen in Hanau mit mindestens elf Toten ermittelt der Generalbundesanwalt wegen Terrorverdachts. Der Todesschütze hatte laut Generalbundesanwalt eine "zutiefst rassistische Gesinnung".

Der mutmaßliche Täter, ein 43-jähriger Mann aus Hanau, hat nach jetzigem Ermittlungsstand (Do., 15:00) am Mittwochabend in Hanau an mehreren Tatorten neun Menschen getötet. Eine Person sei schwer verletzt, mehrere andere verletzt. Anschließend habe der Täter vermutlich sich und seine Mutter in der gemeinsamen Wohnung erschossen, sagte Innenminister Beuth.

Insgesamt kamen damit elf Menschen am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag ums Leben. Noch in der Nacht übernahm der Generalbundesanwalt die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falls. Wenige Tage vor dem Verbrechen hatte der mutmaßliche Täter nach Informationen aus Sicherheitskreisen ein Video bei Youtube veröffentlicht.

In diesem Video spricht der Mann in fließendem Englisch von einer «persönlichen Botschaft an alle Amerikaner». Der Clip, der am Donnerstagmorgen weiter im Internet zu sehen war, wurde offensichtlich in einer Privatwohnung aufgenommen, ins Netz gestellt wurde er vor wenigen Tagen. (dpa, Stand: 09:28 Uhr)

Reaktionen aus der Politik

Politiker aller Parteien haben mit Entsetzen und Abscheu auf die Gewalttat von Hanau reagiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, heute sei ein überaus trauriger Tag für Deutschland.

Die Kollegen von tagesschau.de informieren im Liveblog laufend aktuell über die aktuellen Entwicklungen:

Der SWR1 Thema Heute Podcast (Stand: 17:00 Uhr)

Die rechtsextreme Gewalttat von Hanau ist ein Angriff auf uns alle. Ein Deutscher bringt erst neun Menschen mit Migrationshintergrund, dann seine Mutter und sich selbst um. (Hinweis: unser Podcast spiegelt den Stand vom 20.2. um 17:00 Uhr wider)

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