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Lebenswert oder sinnlos? Die Diskussion um autofreie Innenstädte

Sollten Autos aus den Innenstädten verbannt werden? In vielen Ländern gibt es das bereits. Mal geht es um Luftreinhaltung, mal darum, dass Städte ohne Autos schöner und lebenswerter sind. Auch bei uns im Land wird darüber diskutiert.

Autofahrer bestehen auf ihr Gewohnheitsrecht, Einzelhändler fürchten um den Umsatz, in den Gemeinderäten herrscht alles andere als Einigkeit. Abgase möchte niemand einatmen und nicht nur wer in der Innenstadt wohnt, hat ein großes Interesse daran, dass die Luftqualität gut ist. Aber es gibt natürlich auch viele, die auf das Auto angewiesen sind, zum Beispiel um Termine wahrzunehmen. Auch Einzelhändler fürchten um ihren Umsatz, wenn Autos nicht mehr in die Innenstädte dürfen.

Der SWR1 Thema Heute Podcast

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Ihre Meinung ist gefragt!

Verstopfte Straßen, chronischer Parkplatzmangel: Deutschlands Innenstädte sind überlastet und der Frust ist sowohl bei Autofahrern als auch bei den Anwohnern groß. Sollten unsere Innenstädte autofrei sein? Stimmen Sie ab.

Modellstadt Herrenberg

Seit Februar 2018 sind Essen, Bonn, Mannheim, Reutlingen und Herrenberg sogenannte Modellstädte, die vom Bund Geld bekommen und dafür sorgen müssen, dass die Luftqualität besser wird. Mit rund 32.000 Einwohnern ist Herrenberg die deutlich kleinste dieser Städte - und verfolgt jetzt das sportliche Ziel, bis 2020 den Stickoxid-Grenzwert von 40 Mikrogramm je m³ Luft einzuhalten.

4,5 Millionen Euro bekommt Herrenberg dafür, darf selbst entscheiden, wie dieses Geld eingesetzt wird. SWR1-Reporterin Sandra Kolnik berichtet, wie die kleine Stadt sich an die Arbeit macht:

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Es muss nicht immer das Auto sein

Alternativen zum Auto gibt es viele. Zum Beispiel den ÖPNV oder auch das Rad. Schon heute steigen viele Menschen auch aufs Leihfahrrad um. In vielen Städten gibt es dazu Angebote.

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