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Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen Vor den Wahlen im Osten

Am kommenden Sonntag werden in Brandenburg und Sachsen neue Landtage gewählt. In beiden Ländern dürfte die AfD aktuellen Umfragen zufolge stark hinzugewinnen, die SPD in Brandenburg und die CDU in Sachsen könnten aber ihren Spitzenplatz behaupten - und die Grünen könnten in beiden Ländern als Koalitionspartner in die Regierung einsteigen.

»Das ist keine Wahlempfehlung!«

Wegen der hohen Umfragewerte der AfD vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg versuchen die Kirchen die Wähler bei einer, wie sie sagen, »wohlüberlegten Entscheidung« zu unterstützen. »Stärken Sie mit Ihrer Stimme diejenigen Parteien, die für die weitere Ausgestaltung der freiheitlich-demokratische Grundordnung eintreten, die Grundrechte unserer Verfassung stärken und die einer Spaltung unserer Gesellschaft durch Hass, rassistische Hetze und Ressentiments entgegentreten«, heißt es in einem Aufruf des katholischen Erzbischofs Heiner Koch und des evangelischen Bischofs Markus Dröge.

Wer könnte in Brandenburg regieren?

Bei allen Landtagswahlen in Brandenburg seit 1990 wurde die SPD stärkste Kraft und stellte den Ministerpräsidenten. Seit zehn Jahren regieren die Sozialdemokraten in einem rot-roten Bündnis mit der Linkspartei. Das könnte sich nach dieser Wahl ändern. Welche möglichen Koalitionen in der kommenden Wahlperiode aber tatsächlich über eine rechnerische Mehrheit verfügen, hängt von der Sitzverteilung im künftigen Landtag ab.

Blick auf das wiederaufgebaute Stadtschloss in Potsdam. (Foto: dpa Bildfunk, Monika Skolimowska)
Blick auf das wiederaufgebaute Stadtschloss in Potsdam. In dem Schloss hat der Brandenburger Landtag seinen Sitz. Monika Skolimowska

Entscheidend für die Sitzverteilung in Potsdam sind dabei nicht allein die Zweitstimmenanteile, sondern aufgrund der Besonderheiten des Wahlrechts auch andere Faktoren wie die Verteilung der Direktmandate mit möglichen Überhang- und Ausgleichsmandaten. Hinzu kommt die Besonderheit, dass die Freien Wähler zwar in der Sonntagsfrage mit vier Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern würden. Sie könnten aber dennoch in den Landtag einziehen, falls sie - wie bereits bei der Wahl 2014 - mindestens ein Direktmandat gewinnen sollten.

Wer könnte in Sachsen regieren?

Bei allen Landtagswahlen in Sachsen seit der Wiedervereinigung wurde die CDU stärkste Kraft und stellte den Ministerpräsidenten. Von 1990 bis 2004 regierte sie sogar mit absoluter Mehrheit. Seit fünf Jahren bilden die Christdemokraten ein Regierungsbündnis mit der SPD. Das könnte sich nach dieser Wahl ändern. Welche möglichen Koalitionen in der kommenden Wahlperiode tatsächlich über eine rechnerische Mehrheit verfügen, hängt von der Sitzverteilung im künftigen Landtag ab.

Die beleuchtete Silhouette von Dresden in Sachsen. (Foto: dpa Bildfunk, Arno Burgi)
Die beleuchtete Silhouette der sächsischen Landeshauptstadt Dresden mit der Akademie der Künste, der Frauenkirche, dem Sächsischen Ständehaus, dem Georgenbau und der Katholischen Hofkirche. Arno Burgi

Entscheidend für die Sitzverteilung in Dresden sind dabei nicht allein die Stimmanteile bei den Listenstimmen, sondern aufgrund der Besonderheiten des Wahlrechts auch andere Faktoren wie die Verteilung der Direktmandate mit möglichen Überhang- und Ausgleichsmandaten.

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