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Erkältungswelle Es schnieft und schnupft überall

Husten, Schnupfen, Schüttelfrost und Fieber: viele hat es in diesen Tagen bereits erwischt. Statt zur Arbeit, in die Schule oder Kita heißt es, schön zuhause im Bett oder auf dem Sofa bleiben und sich auskurieren.

Der SWR1 Thema Heute Podcast

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Bloß nicht krank werden! Aber wie?

Einfallstor für fiese Erkältungsviren sind Schleimhäute in Nase und Rachen. Deshalb gilt in der Erkältungszeit: immer schön feucht halten. Je trockener die Schleimhäute, desto schlechter funktionieren sie als Barriere gegen die Viren.

  • Immer wieder fünf Minuten Fenster auf und stoßlüften, um die trockene Heizungsluft auszutauschen.
  • Wo die Luft dauerhaft sehr trocken ist, im Büro zum Beispiel, kann eine Nasensalbe die Schleimhäute geschmeidig halten.
  • Ausreichend trinken, am besten Kräutertee oder Wasser, auch das hält die Schleimhäute feucht, genauso wie eine Nasendusche oder Salzwasser-Sprays.
Eine Frau putzt sich die Nase (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
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Finger weg vom Gesicht! Erkältungsviren tummeln sich vor allem auf den Händen. Abgestreift von Türklinken, Displays oder Telefon-Hörern. Je seltener wir uns an Nase, Mund oder Augen fassen, desto weniger Gelegenheit haben diese Viren, in unseren Körper einzudringen. Und natürlich ist häufiges Händewaschen angesagt.

Tipp: So lange die Hände einseifen, wie es dauert, zwei Mal hintereinander "Happy Birthday" zu singen. So geht´s richtig:

Abwehrkräfte stärken! Viel Bewegung an der frischen Luft, gesunde Ernährung und Abhärten durch Wechselduschen und Sauna.

Wie unsere Psyche uns helfen kann

Einen ganz andere Ansatz verfolgt die Psychoneuroimmunologie. Sie sucht nach Faktoren, die das Immunsystem beeinflussen. Negativ sind Stress, Ängste und Depressionen. Wer mit einer optimistischen Einstellung durch das Leben geht, hilft auch seinem Immunsystem im Kampf gegen Erreger. Auch viele soziale Bindungen zu Freunden, Bekannten und Kollegen sind dafür förderlich. Dankbarkeit, Fröhlichkeit und eine Begeisterung für eigene Interessen und Hobbys haben laut den Psychoneuroimmunologen einen positiven Effekt auf das Immunsystem. Schon das Anschauen eines lustigen Videos soll demnach bewirken, dass der Körper mehr Zellen bildet, die am Immunsystem beteiligt sind.

"Zieh Dir eine Jacke, an sonst wirst Du krank!" Stimmt das?

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Und was ist mit "Flanking"?

Kurz erklärt: Flanking ist einer DER Modetrends 2019. Das Wort setzt sich zusammen aus „flashing“, also aufblitzen und „ankle“, dem Knöchel. Die Hose hochgekrempelt und keine Socken, Mut zur Lücke also zwischen Schuhen und Jeans.
Das geht bei jeder Temperatur, auch jetzt im Winter. Aber erkälten wir zuns deshalb auch schneller?
Dr. Ulf Bertram, Chefarzt der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie in Bad Rappenau meint: Nö.

»Weil man über diese frei liegenden Knöchel nicht so viel Körperwärme verliert, dass man auskühlen kann. Mir ist das auch bei meiner Tochter aufgefallen, aber ich glaube nicht dran, dass das einen Schnupfen macht.«

Dr. Ulf Bertram, Chefarzt der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie in Bad Rappenau
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