"Easy Rider" wird 50 Freiheit auf zwei Rädern

Ein experimenteller Autorenfilm über zwei Biker, die durch die USA fahren. Kein Thema für das etablierte Hollywood des Jahres 1968. Man macht weiter wie immer, mit Stars wie Doris Day und Rock Hudson. Und doch wird "Easy Rider" zum Wegbereiter für das "Neue Hollywood".

Bei den Filmfestspielen in Cannes 1969 wird "Easy Rider" zum ersten Mal gezeigt. Regisseur und Schauspieler Dennis Hopper bekommt den Preis für das beste Erstlingswerk. Und dann nimmt "Easy Rider" an Fahrt auf, macht Peter Fonda, Dennis Hopper und vor allem Jack Nicholson zu Stars und ebnet den Weg für das "New Hollywood" mit Regisseuren wir Steven Spielberg, Martin Scorsese, George Lucas und Francis Ford Coppola.

Von Freiheit reden und wirklich frei sein, das ist nicht dasselbe. Ich finde, es ist wirklich schwer, frei zu sein, wenn man verladen und verkauft wird wie eine Ware.
Aber wehe, Du sagst irgend jemandem, er sei nicht frei. Dann ist er sofort bereit, Dich zu töten oder zum Krüppel zu schlagen, um Dir zu beweisen, dass er frei ist.
Jaja, sie reden und reden und reden über Freiheit, aber sehen sie ein freies Individuum, dann kriegen sie es mit der Angst zu tun.

Jack Nicholson in der Rolle des "George Hanson"

Der SWR1 Thema Heute Podcast

Der Film „Easy Rider“ ist viel mehr als Kult. Das Lebensgefühl von Freiheit auf zwei Rädern hält sich bis heute – das zeigen Reaktionen der SWR1-Hörer oder auch Motorradverrückte wie Uwe aus Stuttgart, der jedes Bike erst mal umbaut, damit’s gut aussieht.

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Easy Rider war eine Revolution: das erste Roadmovie, ein Film ohne Drehbuch, ohne "klassischen" Soundtrack, sondern mit der Rockmusik der ausklingenden 60er Jahre. Eine Revolution. Der Vorbote einer neuen Generation von Hollywood-Filmen – auch einer neuen Generation von Schauspielern. Wir gehen mit Billy und Wyatt auf die Reise durch die USA der ausgehenden 60er Jahre.

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"Born to be wild" - der Soundtrack einer Generation

"Easy Rider" wurde zum Kultfilm der 68er, vor allem auch wegen der Filmmusik "Born to be wild" der amerikanisch-kanadischen Rockband "Steppenwolf". Frontmann und Sänger John Kay war bis zu seinem 10. Lebensjahr in Hannover aufgewachsen, bevor die Familie nach Kanada emigrierte. So hatte er Kontakt zu deutscher Literatur. Hermann Hesses Roman "Steppenwolf" wurde zum Leitbild der Band, die wie viele andere gegen Konvention und Bürgerlichkeit aufbegehrte. Prof. Udo Dahmen, Künstlerischer Leiter der Popakademie Mannheim, über einen Song, der wie kein zweiter das Lebensgefühl einer ganzen Generation verkörpert.

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