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Äpfel, Birnen & Zwetschgen So wertvoll sind unsere Streuobstwiesen

Streuobstwiesen sind wertvolle Biotope und Heimat für viele Insekten. Ganz nebenbei erhalten Sie auch viele alte Sorten und liefern leckeres und gesundes Obst.

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Mirabellen, Äpfel, Kirschen, Birnen oder auch Zwetschgen prägen die Streuobstwiesen bei uns in Baden-Württemberg. Ohne sie hätten wir ein völlig anderes Landschaftsbild und auf viele Früchte müssten wir außerdem verzichten.

Streuobstwiesen sind mit über 5.000 Tier- und Pflanzenarten sowie über 3.000 Obstsorten zudem lebenswichtig für die Artenvielfalt. In dieser Mischkultur bietet sich ein vielseitiger Lebensraum mit einem großen Nahrungsangebot für verschiedene Tiere und Pflanzen. Häufig finden gerade hier gefährdete Arten einen Unterschlupf.

Wer kennt die "Lederhosenbirne"?

Streuobstwiesen gelten als "Arche Noah" für alte (fast schon unbekannte) Obstsorten. Weit über jeweils 1.000 Apfel- und Birnen-, 250 Kirsch- und 320 Zwetschgensorten haben die Experten inzwischen gezählt. Sie schmecken nicht nur toll, sondern sie tragen auch noch so außergewöhnliche Namen wie "Schafsnase", "Lederhosenbirne" oder "Gute Luise".

Seltene Obstsorten gibt es auf der Streuobstwiese in Bad Schönborn. (Foto: SWR)
Seltene Obstsorten gibt es auf der Streuobstwiese in Bad Schönborn.

Wann muss ich den Obstbaum schneiden?

Auch wenn wir sie brauchen: Streuobstwiesenbestände sind heute stark bedroht. Besonders dramatisch war der Rückgang in den 1960er und 1970er Jahren. Und auch heute noch noch gelten Streuobstwiesen als stark gefährdet. Ob sie eine Zukunft haben, hängt hauptsächlich davon ab, ob genug Menschen dazu bereit sind, Zeit und Energie in die Pflege zu investieren.

SWR1 Moderatorin Petra Klein hat deshalb nachgefragt. Zum Beispiel: "Wann pflanze ich am besten einen Obstbaum?" Diese und weitere Antworten sehen Sie im Video:

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