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Das neue Jahr ist gleichzeitig DIE Zeit, an dem die meisten guten Vorsätze gefasst werden - das liegt in der Natur der Sache. "Neues Jahr, neues Glück". Oder, anders formuliert: "Dieses Jahr mach' ich's definitiv anders". Wie, das geht jeder individuell an - und doch gibt es ein paar Gemeinsamkeiten, die den Vorsatz zum Erfolg werden lassen.


"Morgen" nennt man den Tag, an dem die meisten Fastenkuren beginnen.

Gustav Knuth, Schauspieler

Dann stellen wir doch mal die Frage: was haben Sie sich für 2020 vorgenommen?

Und wie lange haben die Vorsätze des vergangenen Jahres gehalten?

Das mit den guten Vorsätzen ist gar nicht so einfach...

Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass gut 9 von 10 Menschen ihre guten Vorsätze nicht durchhalten (können). Im Umkehrschluss heißt das, negativ ausgedrückt: die Mehrheit versagt. Und genau das ist der springende Punkt: eigentlich sollen uns diese Neujahrsvorsätze zufriedener machen, unser Leben verbessern. Aber letztendlich zeigen sie uns genau das Gegenteil - dass wir eben nicht in der Lage sind, durchzuhalten: dass wir versagen. Und das macht uns unglücklich.

Aus der Psychologie wissen wir: wir haben ein "katastrophisches Gehirn". Das stammt aus der Evolution, aus unserer menschlichen Entwicklungsgeschichte. Um zu überleben, mussten wir uns der Gefahren um uns herum bewusst sein. Wir sind trainiert darauf, das Negative zuerst zu sehen. Heute lauern aber keine Säbelzahntiger mehr im Gebüsch, aber wir fokussieren uns dennoch immer noch aufs Negative.

Wenn wir uns dieses Wissen vergegenwärtigen, können wir es uns auch zu Nutze machen.

...aber es gibt einen guten Weg!

  • Machen Sie sich als Erstes ein Plan: was können Sie weg lassen, was möchten Sie nicht mehr tun? Und was möchten Sie erreichen?
  • Halten Sie diese Ergebnisse schriftlich fest. Ein alter Trick, denn das Schreiben verfestigt das sowohl im Gehirn als auch emotional.
  • Apropos emotional: schaffen Sie sich positive Bilder für das, was Sie erreichen wollen. Wie fühlt sich das an? "Motivationsbilder" nennt sich das. Alles, was unsere Emotionen anspricht, motiviert uns nicht nur, durchzuhalten, sondern hat auch im Gehirn ganz wichtige Effekte.
  • Durchhalten ist ein wichtiger Faktor: genau, wie sich im Fitness-Studio die Muskeln nicht von einem auf den anderen Tag aufbauen, müssen sich die Vorsätze erst im Gehirn festsetzen. Das kann ein bis zwei Monate dauern. Dann haben wir "gelernt" und sehen auch "Effekte". Um im Bild zu bleiben: wir fühlen uns fitter, sehen schon ein paar "Muckis". Und das wiederum motiviert uns.

Der SWR1 Thema Heute Podcast

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