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Black Friday Rabattflut in Deutschland

Rabatte ohne Ende: die Tage Ende November sind mittlerweile Rabattschlachten. Nicht nur am Black Friday, sondern in der gesamten Woche. Zu Beginn des Weihnachtsgeschäftes sollen sich die Kunden richtig austoben.

Es ist die Black Friday Week, die Black Week, die Black Sales Week oder auch die Super-Schnäppchen-Woche. Egal wie die Rabattaktionen heißen, es sind richtige Umsatzkracher.

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Handel macht Milliardengewinne

Insgesamt 3,1 Milliarden Euro werden voraussichtlich rund um den Black Friday umgesetzt, so der Handelsverband Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Plus von 22 Prozent. Schätzungen zufolge wird jeder Verbraucher rund um den Black Friday im Schnitt mehr als 250 Euro ausgeben.

Rabatte in Höhe bis zu 90 Prozent

Das schreiben zumindest viele Händler. Doch laut Preisvergleich-Portal Idealo ist die tatsächliche Ersparnis oft geringer: durchschnittlich vier Prozent. Denn häufig werden die Preise vor Aktionstagen erhöht, damit sie dann wieder gesenkt werden können. Vor allem bei Fernsehern, Kleidung und Spielekonsolen kann man aber tatsächlich sparen.

Schnäppchen auch im Internet

Damit die Kunden dort ohne viele Preisvergleiche zuschlagen, lassen Online-Shops häufig einen Countdown mitlaufen. Die Ware wird angeblich immer weniger, der Interessent soll so zum schnellen Käufer werden. Preise vergleichen lohnt sich aber: Oft sind in anderen Shops die Preise niedriger.

Kauf-Button in einem Internet-Shop  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Picture Alliance

Sonderangebote auch bei Banken und Fußballvereinen

Auf den Zug mit Sonderangeboten springen mittlerweile auch Unternehmen auf, mit denen man nicht unbedingt rechnet. So bieten in dieser Woche viele Sparkassen Rechtsschutzversicherungen günstiger an. Auch Fußballvereine versuchen ihre Fans in dieser Woche glücklich zu machen: In den vergangenen Jahren haben zum Beispiel Bayern München und die TSG Hoffenheim Fanartikel günstiger angeboten.

Der Hype um den Black Friday

»Unser Jagdinstinkt wird angesprochen. Dabeisein ist der eigentliche Kick!«

Konsumforscher Dirk Hohnsträter

Dirk Hohnsträter ist Konsumforscher und weiß, warum so viele Menschen ausgerechnet am Black Friday oder in der Black Week Schnäppchen machen wollen: "Das Entscheidende ist, dass es ein Erlebnis ist. Wir werden mit allen Sinnen angesprochen, das Ganze hat eine gewisse Dramaturgie. Es beginnt schon Tage vorher und es steigert sich immer mehr. Es geht nicht darum, dass wir etwas kaufen, was wir brauchen. Dieses ästhetische Erlebnis Black Friday ist ein besonders wichtiger Faktor, warum dieser Tag so ein großer Erfolg ist."

Woher kommt der "Black Friday"?

Der Black Friday kommt es aus den USA. Er ist seit Anfang des Jahrtausends der Brückentag nach Thanksgiving, einem der höchsten Feiertage in den Vereinigten Staaten. Viele Amerikaner nehmen sich an diesem Tag frei.

Über die Herkunft des Begriffes Black Friday gibt es unterschiedliche Erklärungen:

  • Die Menschenmassen auf den Straßen und die langen Schlangen vor den Geschäften sehen angeblich wie ein einziges schwarzes Etwas aus.
  • Viele, eher umsatzschwache, Unternehmen nutzen diesen Tag, um Profit zu machen und endlich mal "schwarze" Zahlen zu schreiben.
  • Dazu passt auch das Sprichwort, dass die Verkäufer am Ende der Rabattaktion schwarze Hände vom Geldzählen bekommen würden.

Der Kauf-nix-Tag

Das genaue Gegenteil vom Black Friday ist der "Kauf-nix-Tag" - immer am letzten Samstag im November. Kunden werden aufgerufen, in diesen 24 Stunden nichts zu kaufen. Verbraucher sollen auf diese Weise ihre Macht gegenüber der Wirtschaft und Unternehmen demonstrieren.

« Alles in der Wirtschaft ist darauf angelegt, heute, jetzt, hier, sofort etwas zu kaufen. Ich war davon völlig erschöpft und dachte, vielleicht ist es eine gute Idee, endlich einmal eine Shopping-Pause einzulegen.»

Ted Dave, Initiator des Kauf-nix-Tages
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