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Bildung stärkt fürs Leben, eröffnet neue Chancen. Und doch wird das deutsche Bildungssystem heftig diskutiert und kritisiert.
Die ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ vom 9. bis 16.November 2019.

Kritisches Denken, Kommunikation, Kreativität: Können Kinder und Jugendliche in unserem Schulsystem diese Fähigkeiten erlangen? Ist der Unterricht an unseren Schulen noch zeitgemäß? Welche Lernkompetenzen sind im Zeitalter von Google und Co gefragt?
Schüler, Lehrer und Bildungsforscher darüber, was sich verändern muss und was - trotz viel Kritik - auch gut läuft. 

Der SWR1 Thema Heute Podcast

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Der Bildungsforscher

»Menschen werden nur dann lebensbegleitend lernen, wenn ihnen das wirklich Freude macht und sie bereichert.«

Andreas Schleicher, Bildungsforscher und Direktor für Bildung bei der OECD

Die deutschen SchülerInnen stehen im internationalen Vergleich im guten Mittelfeld, was die Bildung betrifft, sagt Andreas Schleicher. Er ist Bildungsforscher und Direktor für Bildung bei der OECD und ist der Meinung, dass das deutsche Schulsystem veraltet ist.

»Die wirklich wichtigen Dinge in Sachen Bildung werden nicht angegangen.«

Das ganze Interview mit Andreas Schleicher:

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Der Lehrer

Johannes Lux ist 28 und frischgebackener Grundschullehrer an der Hermann-Butzer-Schule in Schwieberdingen.
SWR1 Moderator Stefan Orner hat mit ihm unter anderem darüber gesprochen, was einen guten Lehrer ausmacht:

»Gelassenheit, wenn mal nicht alles klappt und Sinn für Humor, weil in der Schule auch sehr viele lustige Dinge passieren.«

Johannes Lux, 28, aus Gerlingen
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Sind Google, Youtube & Co gute Lehrer?

Die SchülerInnen von heute lernen anders: Schulbücher rücken mehr und mehr in den Hintergrund - gelernt wird mit Google oder YouTube.

»Lesekompetenz hieß früher: Wissen extrahieren. Das heißt, das was im Schulbuch steht ist richtig und das kann ich lernen. Die Lesekompetenz des 21.Jahrhunderts ist es, Wissen zu konstruieren. Also das Wissen, das google ausspuckt, abzuwägen.«

Bildungsforscher Andreas Schleicher

Lehrer Kai Schmidt bietet auf seinem YouTube-Kanal "Lehrerschmidt" digitales Lernen an. Er gibt Mathe-Nachhilfe.

#dankdir: Einfach mal DANKE sagen

Jeder von uns kennt diesen einen Menschen, der uns geprägt hat: Der Ausbilder, der immer an uns geglaubt hat. Die Mentorin, die uns bis zur letzten Prüfung unterstützt hat oder die Lehrerin, die uns trotz der miesen Noten immer Mut gemacht hat. Danken Sie einem besonderen Menschen, der im richtigen Moment Ihres Lebens etwas Entscheidendes gesagt oder getan hat.
Erzählen Sie uns Ihre Geschichte per Mail ins Studio.

Christina Bohnhorst: Meine Lehrmeisterin Beate Reuter aus Schwenningen: Sie hat uns Damenschneider-Lehrlingen stets viel "zugemutet", für mich eher zugetraut.
Viele ihrer Schützlinge gingen als Kammersieger und 1. Ausbildungsabsolventen aus der Lehre. Wen sie mochte hatte ein tolles Leben, wen nicht (sie mochte keine Faulheit, Ausreden und Unwillen) der hatte ein Problem. Ich bin heute noch dankbar für ihre berufliche Erziehung.

Christa Ellguth-Pelzer: Am meisten hat mich der Rechtsanwalt geprägt, bei dem ich 1968 in die Lehre ging. Ein toller Mensch, der mir sehr viel beigebracht hat . Er hat mir immer wieder gesagt, dass man nie aufgeben soll, wenn man etwas erreichen möchte . Daran habe ich mich bis heute gehalten.

Helene Fromm: Meine Deutschlehrerin meinte schon, als ich 12 Jahre alt war, dass ich Buchhändlerin werden muss! Und Hurra - seit 1972 ist das mein heißgeliebter Beruf. Die Lehrerin Brigitte Jargstorff hat mein Leben entscheidend geprägt und dafür bin ich ihr bis heute sehr dankbar!

Sabine Komossa-Rieger: Mein Klassenlehrer der 9./10. Klasse (den ich in Deutsch und Religion hatte): Er hat mir gezeigt, dass auch Lehrer vor Schülern Respekt haben können. Er hat mich dahingehend geprägt, dass ich jeden Menschen als solchen respektiere, aber deswegen trotzdem nicht alle mögen muss.

Auch Sänger Peter Maffay kann sich noch ganz genau an diese Menschen in seinem Leben erinnern:

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