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Wer als Journalist in der Nazi-Szene recherchiert, braucht gute Nerven und viel Glück. Jonas Miller etwa, Reporter des Bayerischen Rundfunks, bekam seine ersten Drohungen 2006. Die Anti-Antifa veröffentlichte Fotos von ihm und seine Adresse. Ins Haus seiner Eltern wurde eingebrochen, rechtsradikale Parolen wurden an die Wohnungstür geschmiert. Neonazis verübten einen Brandanschlag auf sein Auto. Und, makaberer Höhepunkt, es erschien im Netz eine Todesanzeige, in der stand: "Feinde der Bewegung werden nicht bestattet, sie werden eingeäschert!" Von all dem lässt sich Jonas Miller nicht einschüchtern und macht weiter seine Arbeit.

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