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In vielen Städten kommt nun das Aus für die geplanten Weihnachtsmärkte. Wo wurden Märkte abgesagt? Wo ist die Entscheidung noch offen? Und gibt es Alternativprogramme?

Noch Anfang Oktober wollten viele Kommunen und Gemeinden Weihnachtsmärkte stattfinden lassen und haben dafür Corona-konforme Konzepte ausgearbeitet. Die hohen Infektionszahlen der letzten Wochen machen es den Veranstaltern aber unmöglich, diese auch wirklich stattfinden zu lassen. Doch die Städte planen zum Teil auch Alternativen.

Auch einzelne Kneipen und Restaurants bieten inzwischen Glühwein To-Go an. Schauen Sie doch einfach mal bei sich in der Nähe, ob Ihre Stammkneipe oder das Restaurant im Ort so etwas anbietet.

Die Übersicht: Stand 24.11.2020, 14 Uhr.

So sieht es in den einzelnen Städten aus

StadtStatus
Baden BadenAbgesagt
Bad WimpfenAbgesagt
BruchsalAbgesagt - Alternative in Planung
Burg HohenzollernAbgesagt - Alternative in Planung
EsslingenAbgesagt - Alternative in Planung
FreiburgAbgesagt
GöppingenAbgesagt
HeidelbergAbgesagt
HeilbronnAbgesagt
KarlsruheAbgesagt
KonstanzAbgesagt
LörrachAbgesagt - Alternative in Planung
LudwigsburgAbgesagt
MannheimAbgesagt
NeckarsulmAbgesagt - Alternative in Planung
PforzheimAbgesagt
RavennaschluchtAbgesagt
ReutlingenAbgesagt
SingenAbgesagt
StuttgartAbgesagt
Schwäbisch HallAbgesagt - Alternative in Planung
SchwetzingenAbgesagt - Alternative in Planung
TübingenFindet statt - in abgewandelter Form
UlmAbgesagt - virtueller Rundgang
ÜberlingenAbgesagt
Villingen-SchwenningenAbgesagt

Hier sind Alternativen geplant

Statt einem Weihnachtsmarkt ist in Bruchsal ist ein begehbarer Adventskalender geplant. Außerdem sollen Weihnachtsbäume prämiert werden, die die örtlichen Kindergärten und Schulen schmücken.

Auch der Schwetzinger Weihnachtsmarkt ist abgesagt. Dort erarbeitet die Verwaltung im Moment ein Konzept mit 24 Aktionen an 24 Orten. Ähnlich sieht es auf der Burg Hohenzollern aus. Dort wird es stattdessen einen "Königlichen Adventszauber" geben - ohne Stände, dafür aber mit Beleuchtung, Deko und Weihnachtsführungen via App.

Von festlicher Beleuchtung bis Kinderkarussell Ersatz für Weihnachtsmärkte - das bieten Karlsruhe, Pforzheim und Co.

Die Weihnachtsmärkte fallen dieses Jahr überall aus. Damit trotz der Corona-Beschränkungen weihnachtliche Stimmung aufkommt, haben sich viele Städte ein Alternativ-Konzept überlegt.  mehr...

Die Stadt  Lörrach verzichtet ganz auf einen Weihnachtsmarkt. Dafür hat sie nach 30 Jahren die Weihnachtsbeleuchtung erneuert und will damit weihnachtliches Flair in die Stadt zaubern. Zusätzlich wird jeden Tag ein Türchen am Adventskalenderhäuschen geöffnet. Weihnachtliche Akzente will auch Esslingen setzen, mit festlich dekorierten Weihnachtsbäumen und Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt.

In Stuttgart fällt der klassische Weihnachtsmarkt dieses Jahr aus. Stattdessen sollen einzelne Ständen in der Innenstadt und zwei beleuchtete Weihnachtsbäumen auf dem Schloss- und dem Marktplatz für ein schönes Ambiente sorgen.

Ulm plant einen virtuellen Rundgang über den Ulmer Weihnachtsmarkt. So kann man bei den einzelnen Ständen stöbern und diese auch unterstützen, indem man die Produkte über die Homepages der Händler bestellt. Ein ähnliches Konzept plant Ludwigsburg. Auf der Webseite gibt es eine Übersicht aller Stände aus dem letzten Jahr und deren Kontaktdaten.

Tübingen möchte den Weihnachtsmarkt als Kunsthandwerkermarkt stattfinden lassen. Zugelassen werden nur Kunsthandwerkerstände. Diese sind dann über die ganze Stadt verteilt. Gastronomische Stände wird es dieses Jahr keine geben. Auf dem ganzen Markt muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Der Markt soll am zweiten und dritten Adventswochenende stattfinden.

Die Veranstalter des Weihnachtsmarktes in der Ravennaschlucht hatten sich schon früh ein detailliertes Konzept mit Ticketvorverkauf überlegt, doch die verschärften Verordnungen machen auch hier einen Strich durch die Rechnung. Bereits gekaufte Tickets werden erstattet oder lassen sich in einen Gutschein umwandeln.

Weihnachtsmarkt Ravennaschlucht (Foto: Imago, Arnulf Hettrich)
Ravennaschlucht (Schwarzwald) Imago Arnulf Hettrich

Sorge vor "Glühwein-Tourismus"

Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch fordert klare Ansagen des Landes für die Advents- und Weihnachtsmärkte, da sonst neue Hotspots entstehen könnten.

"Wenn wir im Dezember in einem Landkreis Märkte mit Maskenpflicht haben und im Nachbarkreis nicht, wenn es in einem Ort Alkohol-Ausschank gibt und im nächsten Ort nicht, dann gibt die Politik einen chaotischen Glühwein-Tourismus vor."

Andreas Stoch gegenüber der Deutschen Presseagentur

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