Vom Gecko gelernt: Roboter-Greifarm spart Energie

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AUTOR/IN
Christiane von Wolff

Die Natur zeigt uns, wie wir Energie sparen können: Ein Institut, ein Start-up und die Firma Schunk in Lauffen am Neckar (Kreis Heilbronn) haben die Greiftechnik von Geckos studiert und auf Roboter angewendet. Das Erstaunliche: Greifen geht komplett ohne Energie.

Es ist eine der wichtigsten Zukunfts-Fragen: Wie können wir Energie effizienter nutzen bzw. Energie einsparen? Diese Frage hat man sich unter anderem auch beim Greifsysteme-Spezialisten Schunk aus Lauffen am Neckar gestellt. Das Ergebnis ist eine neue Technologie nach einem Vorbild aus der Tierwelt.

Geckos können Wände empor laufen

Als Inspiration dienten Geckos. Diese Tiere können ganz ohne Mühe an senkrechten Wänden empor oder sogar an Decken laufen. Ihr Geheimnis sind viele kleine Härchen an ihren Füßen. Diesen "Trick" aus der Natur haben sich die Tüftler zum Vorbild genommen und intensiv geforscht. Entstanden ist eine neue Greiftechnologie. Sie nennt sich "ADHESO" und wurde zusammen mit dem Saarbrückener Start-up Innocise entwickelt.

»Durch die vielen kleinen Härchen maximiert der Gecko die Kontaktfläche.«

ADHESO - so funktioniert's

Dabei wird die feine Härchen-Struktur auf Pads an Greifern von Maschinen oder Robotern nachgebildet. Zum Aufnehmen eines Werkstücks wird die Struktur sanft aufgedrückt, wodurch sich die Kontaktfläche vergrößert. So haften die Pads an unterschiedlichen Materialien.

»Die Natur ist ein großes Vorbild. Von ihr können wir noch sehr viel lernen.«

Energiebedarf wird reduziert

Teile können ohne Strom, Druckluft oder Vakuum gehalten werden. Der Energiebedarf wird damit unterm Strich deutlich reduziert. Für diese neue Technologie gab es jetzt erst den Innovationspreis für Klima und Umwelt für den Greifsysteme-Spezialisten aus Lauffen am Neckar. Der Preis wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vergeben.

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