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Hochwasser, Schnee und Stürme haben am Ende der Woche in Teilen Europas zehntausende Menschen beeinträchtigt. In Venedig stand wieder der Markusplatz unter Wasser. Im Südosten Frankreichs waren wegen heftigen Schneefalls Hunderttausende ohne Strom. Für Teile von Österreich gibt es eine Schnee- und Regenwarnung.

Die Lagunenstadt Venedig wurde erneut überflutet. Der überschwemmte Markusplatz wurde am Freitag gesperrt. Der Bürgermeister rief Einwohner und Touristen zur Vorsicht auf. Rund 70 Prozent der historischen Stadt seien überschwemmt, berichteten Medien. Die Kunstausstellung Biennale, die noch bis 24. November geht, war am Freitag geöffnet. In der Nacht zu Mittwoch hatte das Wasser so hoch wie seit mehr als 50 Jahren nicht gestanden.   

Hochwasser in Venedig im November 2019 (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / Matteo Chinellato)
picture alliance / Matteo Chinellato

Hunderttausende ohne Strom

Statt Regen gab es in Frankreich Schnee. Wegen heftiger Schneefälle waren am Freitag im Südosten Frankreichs weiter Hunderttausende Menschen ohne Strom. In den Départements Drôme, Isère, Rhône und Ardèche waren rund 320 000 Haushalte ohne Strom, wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte. Rund 2000 Mitarbeiter waren im Einsatz, um die Schäden zu beheben. Bereits am Donnerstagabend hatte der Wintereinbruch im Osten des Landes für Chaos auf Straßen und Schienen gesorgt.  

Schnee statt Sonne in Spanien

Ein verfrühter Wintereinbruch machte auch Millionen von Spaniern zu schaffen. In der nördlichen Hälfte des Landes waren weite Teile am Freitag schon frühmorgens nach heftigen Schneefällen in der Nacht mit einer dicken und großflächigen weißen Decke überzogen. Die Schneefallgrenze fiel in einigen Regionen auf 700 Meter. Mehr als 80 Straßen, darunter wichtige Landstraßen und Autobahnen, wurden gesperrt oder waren für normale Autos nahezu unbefahrbar, wie Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten.

Zugstrecken in Bayern gesperrt

Ein schwerer Föhnsturm hielt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen die Feuerwehr auf Trab. Es seien vor allem zahlreiche Bäume umgerissen worden. Besonders betroffen waren laut Feuerwehr die bekannten Orte Garmisch und Mittenwald. Die Bahn sperrte nach dem Sturm vorübergehend mehrere Zugstrecken.

Bis zu zwei Meter Neuschnee

In Österreich gab die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik für Freitag eine Warnung der höchsten Kategorie wegen Schnees und Regens für Osttirol und Teile Kärntens aus.

"Regen und Schneefall können hier weiterhin für umstürzende Bäume, Überschwemmungen und Hangrutschungen sorgen."

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik

Nach einer Pause am Samstag sind am Sonntag erneut Niederschläge von bis zu 90 Litern pro Quadratmetern in Oberkärnten und Osttirol möglich. In den tiefen Lagen fällt Regen, in den Hochlagen Schnee. Laut Experten können bis Dienstag teilweise bis zu zwei Meter Neuschnee fallen.

Freud' und Leid des Schnees

Bereits im Oktober fiel in den Alpen schon der erste Schnee. In den letzten Wochen haben immer mehr Skigebiete ihre Pisten geöffnet. Durch den vielen Schnee in dieser Woche haben einige Skigebiete in den Alpen nachgezogen und reagiert. Sie haben vorzeitig ihre Pisten für alle Ski- und Snowboardfans präpariert.

(dpa, SWR1 Redaktion)

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