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Wer kennt das nicht: der Weihnachtsabend ist endlich da, die Erwartungen groß, der persönliche Akku leer und dann eskaliert die gute Stimmung, weil einer Kritik äußert, die den anderen ins Mark trifft.

Beispiel: Tante Hilde mäkelt an der gebratenen Gans herum - "Also, mein Rezept ist viel besser" und der abgeschafften Hausfrau treten die Tränen in die Augen. Storytellerin und Coach Franziska Panter hat die Situation für uns gezeichnet und sie empfiehlt: "Gewaltfreie Kommunikation", ein Konzept, das vom amerikanischen Psychologen Marshall Rosenberg entwickelt wurde.

Die vier Schritte der "Gewaltfreien Komunikation"

Emotional brenzlige Situationen kann man nach Rosenberg in vier Schritten selbst analysieren und damit entschärfen. Die vier Schritte sind:

  1. Beobachtung,
  2. Gefühl,
  3. Bedürfnis,
  4. Bitte,

die sich im Satz so formulieren lassen:

Wenn ich ... sehe, dann bin ich ..., weil ich ... brauche. Deshalb wünsche ich mir ….

Franziska Panter zu Gast bei Ingo Lege in Schmidts Samstag:

Wer den Sachverhalt mit Tante Hilde klären will, der könnte nach der Idee der "Gewaltfreien Kommunikation" sagen:

„Liebe Tante Hilde, ich höre, dass dir dein Rezept für die Gans besser schmeckt als das Rezept, das ich gekocht habe. Du hast mir das heute Abend gesagt. Das frustriert mich, weil ich mir viel Mühe beim Kochen gegeben habe, ich mich über Anerkennung gefreut hätte und mir jetzt eigentlich Entspannung wichtig ist. Deshalb frage ich dich, ob wir morgen über das Rezept der Gans sprechen und eine Lösung für nächstes Jahr finden können?“

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