Bitte warten...

Renten-Lexikon Die 11 wichtigsten Begriffe

Die Rente - das ist ein wahrer Dschungel der Bürokratie. Es gibt unzählige Fachbegriffe. Um da durchzusteigen, muss man sich Zeit nehmen. Wir helfen Ihnen und erklären die wichtigsten Begriffe, die Sie zum Thema Rente wissen sollten.

Die Regelaltersgrenze

Die Regelaltersgrenze bezeichnet den Zeitpunkt, ab dem ein Versicherter ohne Abschläge in Altersrente gehen kann. Bis Ende 2011 lag sie bei 65 Jahren. Für Geburtsjahrgänge ab 1947 wird sie seit 2012 bis 2029 schrittweise auf 67 Jahre angehoben.

Ein Entgeltpunkt

Ein Entgeltpunkt ist ein Zahlenwert, der für jedes Jahr im Versicherungskonto gutgeschrieben wird. Wer in einem Kalenderjahr genauso viel verdient wie der Durchschnitt aller Versicherten – im Jahr 2019 entspricht dies einem Bruttojahresverdienst von 38.901 € (in den alten Bundesländern) – erhält dafür einen Entgeltpunkt. Je höher das Arbeitsentgelt eines Versicherten, desto höher ist die Zahl der Entgeltpunkte, die er gutgeschrieben bekommt.

Die Grundsicherung

Die Grundsicherung ist eine finanzielle Unterstützung für Altersrentner oder dauerhaft voll Erwerbsgeminderte, deren Einkünfte und Vermögen nicht für den Lebensunterhalt ausreichen. Die Grundsicherung wird auf Antrag von den Grundsicherungsämtern gezahlt.

Das Rentenniveau

Das Rentenniveau stellt das Verhältnis zwischen der Höhe der Standardrente (45 Jahre Beitragszahlung auf Basis eines Durchschnittsverdienstes) und dem Entgelt eines Durchschnittsverdieners in einer Prozentzahl dar.

Ein Abschlag

Abschläge sind Abzüge von der Rente, wenn diese vorzeitig in Anspruch genommen wird. Pro Monat für den eine Rente vor der Regelaltersgrenze in Anspruch genommen wird, beträgt der Abschlag 0,3 Prozent. Der maximale Abschlag liegt bei Altersrenten bei 14,4 Prozent und bei Erwerbsminderungs-, Erziehungs- und Hinterbliebenenrenten bei 10,8 Prozent. Abschläge wegen früheren Renteneintritts bleiben über die gesamte Rentendauer.

Das Umlageverfahren

Die gesetzliche Rentenversicherung finanziert sich durch das Umlageverfahren: Das bedeutet, dass die aktuellen Einnahmen die laufenden Rentenzahlungen und sonstigen Ausgaben decken. Die eingehenden Beiträge werden also für die Finanzierung der laufenden Ausgaben verwendet und nicht für künftige Renten angespart.

Die Renteninformation

Die Renteninformation enthält den aktuellen Stand des Versicherungskontos, die Grundlagen der Rentenberechnung, die Höhe der bisher erworbenen und voraussichtlichen Rente, Informationen über die Auswirkungen künftiger Rentenanpassungen und eine Übersicht über die Höhe der gezahlten Beiträge. Versicherte ab dem vollendeten 27. Lebensjahr erhalten die Renteninformation jedes Jahr automatisch, wenn sie bereits fünf Jahre versichert sind. Versicherte im Alter von 55, 58, 61 und 64 Jahren erhalten an Stelle der Renteninformation eine ausführlichere Rentenauskunft.

Der Rentenbescheid

Mit dem Rentenbescheid wird der Rentenanspruch schriftlich festgestellt. Er enthält Aussagen darüber, welche Rente der Versicherte erhält, wie hoch die Rente ist, ab wann und gegebenenfalls für welchen Zeitraum sie gezahlt wird und welche rentenrechtlichen Zeiten dafür berücksichtigt werden. Gegen den Rentenbescheid kann man Widerspruch einlegen, wenn man mit seinem Inhalt nicht einverstanden ist.

Die Anrechnungszeiten

Anrechnungszeiten sind Zeiten, in denen keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt wurden, die aber trotzdem berücksichtigt werden können. Dazu zählen beispielsweise Zeiten, in denen Versicherte krank, schwanger oder arbeitslos waren. Auch Zeiten der Schulausbildung und des Studiums ab dem 17. Lebensjahr können Anrechnungszeiten sein.

Die Bruttorente

Die Bruttorente ist bei gesetzlich Krankenversicherten der Betrag der Rente vor Abzug von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen beziehungsweise bei privat Krankenversicherten vor dem Zuschuss zum Krankenversicherungsbeitrag.

Die Nettorente

Die Nettorente ist der Auszahlungsbetrag der Rente nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge beziehungsweise einschließlich des Zuschusses zur Krankenversicherung bei privat Krankenversicherten.