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Kein Kaffeeklatsch mit der Großfamilie, kein Treffen mit Freunden in der Kneipe. Kontakt halten trotz der Einschränkungen geht aber trotzdem: ganz einfach per Video-App. Hier die bekanntesten Apps im Test.

Den ganzen Freundeskreis einladen mit Zoom

Zoom ist eine der beiden Top-Trend-Apps in der Corona-Zeit in den App-Stores von Apple und Google. Seit Tagen ist die App ganz vorne unter den beliebtesten Downloads. Bis zu 100 Leute können in der kostenlosen Variante bis zu 40 Minuten lang miteinander videotelefonieren. Dabei braucht nur eine*r einen Zoom-Account, um alle anderen einzuladen. Der Rest kann ohne Registrierung mittelefonieren.

Allerdings ist der Dienst ursprünglich vor allem für Firmenmeetings entwickelt worden. Und das merkt man ihm auch an. Sonderlich bedienerfreundlich ist die App nicht. Auch datenschutztechnisch hat Zoom in den letzten Tagen ziemlich viel Kritik einstecken müssen. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen einige der Sicherheitslücken aber geschlossen.

Ein Mann sitzt bei der Video-App "Zoom" vor einem virtuellen Hintergrund mit einer Brücke (Foto: SWR)
Größter Spaßfaktor: Mit virtuellen Hintergründen können wir uns bei "Zoom" an die schönsten Urlaubsorte „beamen“ (oder zumindest das Homeoffice-Chaos ausblenden).

Mit Houseparty den virtuellen Spieleabend durchführen

Montagsmaler, Ratespiele, "Wer bin ich?" oder Pantomime: Mit Houseparty können neben der klassischen Video-Telefonie auch bis zu acht Freunde miteinander spielen. Und das kann einsame Corona-Abende durchaus aufpeppen. Kein Wunder ist Houseparty neben Zoom unter den Top-Downloads der App-Stores. Wer alle Spiele durchgespielt hat, kann weitere dazukaufen.

Nachteil ist allerdings, dass Houseparty komplett auf Englisch ist. Die Bedienung geht ohne Sprachkenntnisse noch ganz gut, bei den Spielen wird’s aber schwierig. Denn vor allem beim Quiz kommen plötzlich viele Fragen rund um Baseball oder amerikanische Promis. Berichte über mögliche Sicherheitslücken dementieren die Entwickler und konnten bisher auch von Sicherheitsexperten nicht bestätigt werden.

Screenshot der Video-App "Houseparty" - zwei Männer werden von einer englischen Quizfrage verdeckt (Foto: SWR)
Ich spiele im Test gegen mich selbst – ansonsten können bei "Houseparty" bis zu acht Personen gleichzeitig zocken.

Skype ist der solide Allround-Klassiker

Mit seiner Einführung 2003 ist Skype wohl die dienstälteste Video-App, die sich ebenfalls besonders gut für größere Gruppen eignet – aus zwei Gründen. Denn auch hier lassen sich bis zu 50 Menschen zusammenschalten, und es braucht ebenfalls nur eine*r einen Account, um alle anderen einzuladen. Skype funktioniert zudem auch noch auf besonders vielen Plattformen: PC, Mac, Linux, sowie Apple-, Android- und Windows-Smartphones. Alternativ läuft Skype auch ohne App einfach im Browser (Chrome oder Edge). Und auch mit Sprachassistenten wie Alexa klappt das skypen - selbst die Spielekonsole Xbox kann das. Damit ist Skype der universellste Dienst.

Bildschirmfoto der Skype Webseite (Foto: SWR)
Skype läuft auf sehr vielen Plattformen und bietet einen großen Funktionsumfang.

Überraschend datensicher: WhatsApp

WhatsApp gehört zum Facebook-Konzern und alleine deshalb sind Datenschutzbedenken verständlich. Wie bei Textnachrichten auch, gelten diese allerdings vor allem den sogenannten Metadaten – mit wem chatte oder telefoniere ich und wie oft – und nicht den Inhalten. Denn was wir sagen oder was wir schreiben, ist bei WhatsApp standardmäßig und vollständig verschlüsselt. Und damit hat die App ziemlich die Nase vorne.

Hinzu kommt eben, dass so viele Menschen ohnehin schon WhatsApp haben, also keine andere App installieren müssen, um per Video zu telefonieren. Das geht dafür allerdings nur mit maximal vier Personen gleichzeitig und auch nur auf Apple- oder Android-Smartphones.

Bildschirmfoto der Webseite bei Whatsapp (Foto: SWR)
Auch mit Whatsapp lassen sich einfach Videoanrufe einleiten

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