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Das Jahr 2020 wird den meisten eher weniger schön in Erinnerung bleiben. Trotzdem gab es ein paar Lichtblicke, die das Jahr zumindest ein bisschen schöner gemacht haben.

Wunder passieren immer wieder - auch im Jahr 2020

Der Formel 1-Fahrer Romain Grosjean überlebt beim Großen Preis von Bahrain einen tragischen Unfall, bei dem er sage und schreibe 27 Sekunden lang im brennenden Wagen gefangen war, bevor er sich retten konnte. Der Fahrer ist mit einem Schock und ein paar Verbrennung davon gekommen - aber die Fans sind sich einig: Er hatte eine Menge Schutzengel.

Romain Grosjean (Foto: Imago, imago images / HochZwei)
Imago imago images / HochZwei

Kamala Harris: die Hoffnungsträgerin vieler Amerikaner

Kamala Harris wurde sowohl als erste Frau als auch als erste Schwarze in das Amt als Vize-Präsidentin der Vereinigten Staaten gewählt. Durch ihren Ehrgeiz hat die Tochter von Einwanderern es geschafft, als "Women of Color" mit indischen Wurzeln zum Vorbild vieler Amerikaner*innen zu werden.

Kamala Harris (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Andrew Harnik)
picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Andrew Harnik

Vierfacher Nachwuchs und eine Adoption bei den Totenkopfaffen in Stuttgart

Vier kleinen Äffchen sind Mitte des Jahres in der Wilhelma auf die Welt gekommen. Eines der vier Affen-Babys wurde von der biologischen Mutter aber direkt nach der Geburt an Affen-Mami "Lissi" übergeben. Diese hat das Äffchen kurzerhand in ihre Obhut aufgenommen und zieht es nun zusammen mit ihrem eigenen Nachwuchs auf.

Totenkopfaffen mit Nachwuchs (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/Stuttgarter Wilhelma | Harald Knitter)
picture alliance/dpa/Stuttgarter Wilhelma | Harald Knitter

Positive Folgen der Corona-Krise

Das Virus hat die ganze Welt in einen Ausnahmezustand versetzt. Die meisten Folgen der Krise sind katastrophal, aber zumindest hinsichtlich des Klimas hat die Pandemie eine positive Auswirkung.

leere A99 (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / SvenSimon | FrankHoermann/SVEN SIMON)
50% weniger Staus in Deutschland: Das ist das Ergebnis der verschiedenen Maßnahmen im Reise- und Berufsverkehr. Das hat nicht nur die Gemüter der Autofahrer geschont, sondern auch die Umwelt. picture alliance / SvenSimon | FrankHoermann/SVEN SIMON Bild in Detailansicht öffnen
Auch weltweit zieht das Corona-Jahr eine positive Bilanz: Die CO2-Emissionen sind im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent zurück gegangen. Umgerechnet entspricht das einer Minderung von 2.4 Milliarden Tonnen CO2. Imago imago images / MiS Bild in Detailansicht öffnen
Deutlich weniger Smog und damit klarere Luft mit besserer Sicht in den chinesischen Großstädten: Grund war die Corona-bedingte geringere Industrieproduktion und der verminderte Verkehr. NASA Bild in Detailansicht öffnen
Kristallklares Wasser in den Kanälen von Venedig ist das Resultat des heruntergefahrenen öffentlichen Lebens in Italien. Durch das geringe Verkehrsaufkommen in den Kanälen blieben die Sedimente auf dem Boden, was zu beinahe durchsichtigem Wasser geführt hat. picture alliance / Bildagentur-online/AGF-Masci | Bildagentur-online/AGF-Masci Bild in Detailansicht öffnen

Black Lives Matter Bewegung

Die Black Lives Matter Bewegung rückte durch den schrecklichen Tod von George Floyd wieder ins Bewusstsein der Menschen. Ein weißer Polizist kniete 8 Minuten und 46 Sekunden auf dem Hals des Afroamerikaners, der immer wieder stöhnte "ich kann nicht atmen". Dieser Fall hat weltweit auf Rassismus in öffentlichen Behörden und Polizeigewalt aufmerksam gemacht. Millionen von Menschen zeigten rund um den Globus auf Demonstrationen Solidarität und setzten sich für Gleichberechtigung ein. Die Proteste waren nicht erfolglos - in den USA wurden Entwicklungen angestoßen und neue Regeln erlassen, die solche Vorfälle künftig verhindern sollen. Noch sehen sich die Unterstützer*innen aber nicht am Ziel.

BLACK LIVES MATTER Bewegung (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / zz/STRF/STAR MAX/IPx | zz/STRF/STAR MAX/IPx)
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Zivilcourage in Karlsruhe

Menschen, die Zivilcourage zeigen, bleiben oft unentdeckt - so auch in Karlsruhe. Eine unbekannte Passantin rettete im Januar einer jungen Frau das Leben, die völlig abgelenkt die Gleise überquerte, obwohl ein gerade Straßenbahn angefahren kam. Das Klingeln der Bahn und die Schreie anderer Passanten hatte die Frau wegen ihrer Kopfhörer nicht gehört. Wenn die etwa 50-jährige Passantin die junge Frau nicht im letzten Moment von den Gleisen gerissen hätte, wäre womöglich ein äußerst tragischer Unfall passiert - denn auch die Vollbremsung der Straßenbahn hätte nicht gereicht, um rechtzeitig zum Stehen zu kommen.

Schweden schafft den Kohleausstieg

Sogar zwei Jahre früher als geplant: Schweden schaltet das letzte Kohlekraftwerk im Land ab. Damit trägt Schweden einen großen Teil dazu bei, die dringlichen Klimaziele in der EU zu erreichen.

Kohlekraftwerk (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack)
picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack

Schweiz ebnet den Weg für die gleichgeschlechtliche Ehe

Auch in der Schweiz dürfen sich nun homosexuelle Paare legal vermählen. Nachdem sowohl der Nationalrat als auch der Ständerat der gleichgeschlechtlichen Ehe zugestimmt haben, können die Gesetzesänderungen bald in Kraft treten.

Regenbogen-Flagge für LGBTQ Rechte (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm)
picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm

Mehr Nachhaltigkeit für Deutschland im täglichen Leben

Auch in Sachen Einwegplastik hat Deutschland dieses Jahr große Fortschritte gemacht: Von Trinkhalmen über Rührstäbchen bis hin zu To-Go-Bechern wird eine Großzahl von Einwegplastik-Gegenstände verboten. Das hat das Bundeskabinett beschlossen - durch die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat kann diese Verordnung am 3.6.2021 in Kraft treten. Außerdem wurden auch leichte Plastik-Tragetaschen ab Januar 2022 von den Supermarkt-Kassen verbannt.

Strohhalme (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte)
picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte

Arbeitslose in Pakistan kämpfen gegen den Klimawandel

Während des Lockdowns fanden viele Tagelöhner*innen in Pakistan keine Arbeit mehr. Aber das Land hat schnell reagiert: Das Projekt "10 Billion Tree Tsunami" wurde wiederbelebt. Ziel des ursprünglich 2018 gestarteten Projekts war es, innerhalb von fünf Jahren zehn Milliarden Bäume zu pflanzen. Dabei wurden rund 60.000 Arbeitsplätze geschaffen, die mit dem dort geltenden Mindestlohn vergütet worden sind. Zwei Fliegen mit einer Klappe: Arbeitsplätze & Umweltschutz.

Rück- und Ausblick

Tipps der SWR1 Musikredaktion Musik-Highlights des Jahres

Diese musikalischen Neuerscheinungen haben unsere SWR1 Musikredaktion im Jahr 2020 besonders begeistert.  mehr...

Jahresrückblick 2020 Was SWR1 dieses Jahr bewegt hat...

Das Jahr 2020 war für uns alle anders als erwartet. Doch wir von SWR1 haben es uns nicht nehmen lassen ein ganz besonderes Jahr daraus zu machen - mit vielen interessanten Gästen, Shows und Veranstaltungen.  mehr...

Neue Regelungen zum Jahreswechsel Das ändert sich 2021 für Verbraucher, Familien und Häuslebauer

Neues Jahr, neue Gesetze: die bringen 2021 neue Regelungen etwa für Arbeitnehmer, Steuerzahler, Häuslebauer und Familien. Das Gute daran: Vielen winkt im kommenden Jahr mehr Geld.  mehr...

Witziges Spiel für die Vierschanzentournee: Das ultimative SWR1 Skispring-Bingo

Bingo spielen beim Skispringen? Klar, das macht Spaß! Im TV läuft der Sportkommentar und von uns bekommen Sie die Bingo-Karten mit den Begriffen zum Mitspielen...  mehr...

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