Impfungen mit AstraZeneca gestoppt

Lucha: "Es bleibt uns einfach nichts erspart"

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Zehntausende Baden-Württemberger*innen hätten diese Woche mit AstraZeneca geimpft werden sollen. Kurz nach dem Stopp gab es wütende und frustrierte Impfberechtigte.

Experten wie Karl Lauterbach von der SPD finden: Man hätte die Fälle auch untersuchen können, ohne die Impfungen mit AstraZeneca zu pausieren, weil ja jetzt schon klar sei: Selbst wenn es einen Zusammenhang gebe, sei das Risiko für eine Hirnvenen-Thrombose doch sehr gering.

Impfstopp-Ansage aus Berlin

Laut Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha ist man angewiesen, die Entscheidungen von Gesundheitsminster Jens Spahn umzusetzen - und das habe man mit dem Impfstopp getan.

"Wir können die Bevölkerung nur bitten: Ruhe zu bewahren. Wir geben 24 Stunden alles … um Lösungen zu finden."

Das Sozialministerium plant jetzt, alle Impfberechtigten genau zu überprüfen und zu priorisieren - und dann gegebenenfalls mit Moderna oder Biontech zu impfen. Soweit diese Impfstoffe im Moment verfügbar sind.

Pro & Contra Impfstopp

Wie sehen es die Wissenschaftsredakteure des SWR? David Beck fasst zusammen, was dafür spricht, weiterzuimpfen - Ulrike Till, was für den Impf-Stopp bei AstraZeneca spricht.

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