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Lockdown, Kontaktbeschränkungen und Öffnungen in Baden-Württemberg. Was hat geöffnet, was nicht? Was darf ich, was nicht?

Seit 29. März gelten in Baden-Württemberg neue Regeln rund um die Coronavirus-Pandemie. Die aktuelle Infektionslage in Ihrem Landkreis finden Sie hier.

Baden-Württemberg

Landesregierung passt Verordnung an Diese neuen Corona-Regeln gelten seit Montag in Baden-Württemberg

Seit Montag (29.3.) gelten in Baden-Württemberg einige Neuerungen rund um die Coronavirus-Pandemie. Die "Notbremse" soll umgesetzt werden, dabei kann es auch Ausgangssperren geben. Ein Überblick:  mehr...

Maskenpflicht im Auto

In Autos gilt eine Maskenpflicht (medizinische Maske oder FFP2-/KN95-/N95-Maske) für alle Insassen, wenn haushaltsfremde Personen im Fahrzeug mitfahren. Paare, die nicht zusammenleben, gelten auch hier als ein Haushalt.

Keine verschärfte Kontaktbeschränkung bei der "Notbremse"

Bei der "Notbremse" bleibt die allgemeine Regelung der Kontaktbeschränkung bestehen: Maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten dürfen zusammenkommen. Dabei zählen Kinder bis einschließlich 14 Jahre nicht mit. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt.

Eigentlich sieht die Notbremse vor, dass sich in Hotspot-Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 nur ein Haushalt mit einer zusätzlichen Person treffen darf. Zuletzt hatte es geheißen, die Lockerung sei eine Sonderregelung für die Osterfeiertage.

Diskussion um "Brücken-Lockdown" Baden-Württembergs Gesundheitsminister schließt strengere Corona-Einschränkungen nicht aus

Sind die bisherigen Corona-Maßnahmen ausreichend, um die Inzidenzen zu senken? Während nun neue Lockdown-Ideen diskutiert werden, hält auch Baden-Württembergs Gesundheitsminister Lucha schärfere Regeln für möglich.  mehr...

So wird die "Notbremse" umgesetzt

Zusätzlich zu den Änderungen weist die Landesregierung Landräte und örtliche Gesundheitsämter an, die Regelungen der "Notbremse" umzusetzen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz mehrere Tage hintereinander über 100 liegt. Dazu gehören die bereits in vorherigen Versionen der Corona-Verordnung vorgesehenen Ausgangssperren am Abend.

Bei Sieben-Tage-Inzidenzen von mehr als 100 wird die Landesregierung die Behörden vor Ort anweisen, Ausgangssperren zu verhängen, wenn alle anderen Maßnahmen versagt haben. Ministerpräsident Kretschmann hatte im SWR-Interview betont, die regionale Notbremse und auch die Ausgangssperre konsequent umsetzen zu wollen.

Regelungen für den Buchhandel

Nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim musste das Land Baden-Württemberg seine Regeln für den Buchhandel anpassen. Laut Corona-Verordnung des Landes gehören Buchhandlungen ab dem 29.3.21 nicht mehr zum Einzelhandel des täglichen Bedarfs. Für sie gelten nun auch die entsprechenden Regelungen von "Click & Collect" beziehungsweise "Click & Meet".

Das müssen Reiserückkehrer beachten

Seit dem 30. März 2021 brauchen Reisende, die mit dem Flugzeug nach Deutschland einreisen wollen, einen negativen Corona-Test. Die beim Bund-Länder-Treffen getroffene Regelung gilt vorerst bis zum 12. Mai. Mehr zum Thema Reisen gibt’s hier.

Hochinzidenzgebiet Frankreich

Frankreich war bisher als einfaches Risikogebiet eingestuft. Weil die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen inzwischen 200 übersteigt, gilt das Land jetzt als Hochinzidenzgebiet. Die bisherigen Quarantäneregeln ändern sich nicht. Wer einreist, muss sich zehn Tage isolieren, kann sich nach fünf Tagen von der Quarantäne "freitesten". Eine Ausnahme ist das Département Moselle. Es ist seit längerem als Virusvariantengebiet eingestuft, die höchste Risikokategorie. Wer von hier einreist, muss zwei Wochen (14 Tage) in Quarantäne. "Freitesten" ist hier nicht möglich.

Stationäre Grenzkontrollen sind nicht geplant. Das Ganze soll durch stichprobenartige Kontrollen überwacht werden. Für Menschen in Grenznähe gelten spezielle Regeln. Pendler aus dem Elsass müssen sich für die Einreise nach Deutschland nicht jeden Tag, sondern nur zwei Mal wöchentlich testen lassen.

Wie lange gilt der Lockdown?

Am 22. März hatten sich die Bundeskanzlerin und die Länderchefs darauf geeinigt, den Lockdown angesichts steigender Corona-Infektionszahlen bis zum 18. April zu verlängern. Den Bund-Länder-Entscheid zur sogenannten Osterruhe stoppte Angela Merkel nach massiver Kritik. Er hatte vorgesehen, Gründonnerstag und Karsamstag außnahmsweise zu arbeitsfreien Ruhetagen zu machen. Das ist nun hinfällig.

»Ich möchte mich beim Parlament und auch bei der Bevölkerung für dieses Hin und Her entschuldigen. Wir müssen auch in schweren Krisen so arbeiten, dass die Dinge gut vorbereitet sind. Das war in diesem Fall zu wenig der Fall. Das müssen wir in der Tat verbessern, damit solche Pannen nicht mehr entstehen.«

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württemberg

Weiterhin gültig bleiben die Notbremse für Corona-Hotspots, regionale Ausgangsbegrenzungen und Kontaktbeschränkungen sowie vermehrtes Testen und Impfen.

Die ursprünglich für den 12. April angesetzte Beratung zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten ist mittlerweile abgesagt.

Die Lage in Ihrer Region: Infektionszahlen und 7-Tage-Inzidenz

Die Zahlen werden zweimal täglich aktualisiert, jeweils bis ca. 09:00 Uhr und gegen 18:30 Uhr. Bitte achten Sie ggf. auf das Aktualisierungsdatum der jeweils dargestellten Ergebnisse Ihrer Suche ("Stand:....").

Weitere Analysen und Daten-Karten

Hier erfahren Sie die aktuelle Lage auf den Intensivstationen, können die Inzidenzzahlen der Bundesländer vergleichen, die Altersverteilung der Positiv-Getesteten sehen und bekommen Informationen zur Teststrategie.

Stuttgart, Mainz, Karlsruhe, Mannheim, Trier

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Nächtliche Ausgangssperre in Hotspots

In Landkreisen, die als Corona-Hotspot gelten (in denen also die sieben-Tage-Inzidenz über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt), können Gesundheitsämter eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr festlegen.
Voraussetzung ist, dass das zuständige Gesundheitsamt "eine erhebliche Gefährdung der wirksamen Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus" erkennt. Außerdem muss das Infektionsgeschehen "diffus" sein; es muss also unklar sein, wo und wieso sich Menschen infizieren.

Baden-Württemberg

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