Tanken, Strom, Lebensmittel: Hohe Preise treffen LKW-Fahrer Steffen aus Karlsruhe

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Alles wird teurer: Benzin, Essen und Strom. Steffen und seine Familie aus Karlsruhe bringt das zur Verzweiflung.

Die Inflation treibt die Benzinpreise und Heizkosten in die Höhe und auch Lebensmittel werden immer teurer. Darunter leiden nicht nur Menschen, die Hartz IV erhalten. Ein Ausflug am Wochenende ins Schwimmbad oder in einen Freizeitpark, ein Urlaub oder Essen gehen: Für Steffen und seine Familie aus Karlsruhe ist das ein Luxus, den sie sich nicht leisten können.

Angst vor der Zukunft: Geldmangel trotz Vollzeitjob

Wenn Steffen in die Zukunft schaut, hat er Angst. Wie soll es weitergehen? Trotz seines Vollzeitjobs als Kraftfahrer reicht das Geld nicht, sagt er.

»Ich bin voll berufstätig als Lkw-Fahrer, meine Frau auf 450 Euro Basis angestellt und wir haben zwei kleine Kinder. Wir müssen jeden Cent viermal umdrehen.«

Kaum ist das Gehalt auf dem Konto sei das Geld wieder weg - Rechnungen müssen bezahlt werden. Die Familie müsse dann mit 100-200 Euro auskommen. "Das ist einfach unerträglich auf Dauer", so Steffen.

Einen Nebenjob kann Steffen nicht annehmen, weil er die gesetzlichen Ruhezeiten einhalten muss. Die sind wichtig, findet er: "Ich fahre 40-Tonner Lkw. Damit kann ich Menschen gefährden. Und das ist einfach nicht drin."

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Kein Geld für Ausflüge oder Urlaub

Regelmäßig informiert sich die Familie über Lebensmittelangebote in Prospekten, danach werden die Mahlzeiten geplant und eingekauft. Ausflüge ins Schwimmbad oder in einen Freizeitpark sind für Steffen und seine Familie nicht finanzierbar, erzählt er. Er geht stattdessen mit seinen Kindern auf Spielplätze, spazieren oder spielt mit ihnen daheim Spiele. Allein die hohen Benzinpreise machten es nahezu unmöglich, einen Ausflug mit dem Auto zu machen, sagt er. An Urlaub sei gar nicht zu denken: Den letzten hat die Familie vor vier Jahren gemacht.

»Das belastet die Kinder natürlich auch. Es tut mir als Papa immer weh, den Kindern sagen zu müssen: Es tut uns leid, wir können es uns nicht mehr leisten, irgendwas zu unternehmen.«

Auch Familie Seidel kämpft mit den Preisen:

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