Haushaltsbuch top oder flop?

Geld: So behalten Sie Ihre Ausgaben im Blick

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Früher gab's das in jedem Haushalt: Ein Haushaltsbuch - die Übersicht über alle Ausgaben. Heute ist es zu Unrecht aus der Mode gekommen: gerade jetzt, wo alles teuer wird und viele Menschen mehr sparen müssen, lohnt es sich, Buch zu führen. Das geht mittlerweile auch über Handy-Apps. Geli Hensolt von der SWR1 Wirtschaftsredaktion mit den wichtigsten Tipps:

Warum macht ein Haushaltsbuch Sinn?

Einfach, damit wir einen Überblick bekommen: Wie viel Geld haben wir im Monat zur Verfügung und wofür geben wir unser Geld aus? Ganz oft ist uns das gar nicht bewusst. Verbraucherschützer sagen:

»Viele Leute verkalkulieren sich bei kleinen und mittleren Beträgen, aber auch bei ihren Fixkosten – vor allem, weil vieles automatisch abgebucht wird.«

Das Haushaltsbuch zeigt erschreckende Wahrheiten

Ich hab so ein Haushaltsbuch auch schon mal ausprobiert – ein Ergebnis: Ich bin ziemlich erschrocken, wie oft ich so nebenbei einen teuren "Kaffee to go" und eine Brezel hole für mich und meine Kinder. Da kommt am Monatsende doch einiges an Geld zusammen.

Wie funktioniert so ein Haushaltsbuch?

Ein Haushaltsbuch können Sie entweder klassisch auf dem Papier oder über eine App auf dem Handy führen. Erster Schritt: Kategorien für alle Ausgaben festlegen. Miete und Strom gehören in die Kategorie "Wohnen. Getränkehändler und Einkauf auf dem Wochenmarkt in die Kategorie "Essen und Trinken".

Dann alles noch aufteilen in regelmäßige Fixkosten und variable Posten. Manche Banken bieten auch an, alles, was wir mit Karte bezahlen, automatisch in bestimmte Kategorien einzuteilen. Das funktioniert auch ganz gut. Und: Drei Monate sollten Sie auf jeden Fall durchhalten und regelmäßig Buch führen.

Wie analysiere ich das Haushaltsbuch?

Hinsetzen, alles anschauen und überlegen: wo gebe ich zu viel aus? Was sind vielleicht versteckte Kosten? Ist mir der Kaffee zum Mitnehmen wirklich 20 Euro im Monat wert?

Und dann in weiteren Schritt nochmal alle fixen Kosten anschauen: Kontoführungsgebühren, Versicherungen, Strom, Internet oder Handy. Vielleicht gibt es ha günstigere Anbieter oder Tarife.

Auch darum geht es: zu sehen, wofür man wieviel ausgibt und ob einem das das auch wert ist und wo man vielleicht schnell was einsparen kann.

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