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Frühlingsgefühle Es gibt sie, es gibt sie nicht ...

Spät kommt er, aber er kommt. Weder der meteorologische noch der kalendarische Frühlingsanfang im März konnten den Winterblues vertreiben. Jetzt geht es aber endlich los. Es bleibt die Frage, ob es die berühmten Frühlingsgefühle wirklich gibt.

Es gibt sie, es gibt sie nicht, es gibt sie....So vieldeutig lautet der aktuelle Stand der Forschung zu den Frühlingsgefühlen. Auch die Alltagserfahrung hilft kaum weiter: Die einen schwärmen vom Triebleben, aber mindestens genauso viele klagen über Frühjahrsmüdigkeit.

Fakt ist, dass die Lichtfülle, wenn es die Frühlingssonne denn einmal geschafft hat, die Produktion von Melatonin in der Zirbeldrüse stoppt. Die Drüse liegt maiskorngroß zwischen den Hirnhälften und produziert – bei Dunkelheit -  dieses Schlafmittel. Mehr Licht bedeutet weniger Melatonin und mehr Aktivität – in jeder Hinsicht.

Eine Reihe von Untersuchungen zeigt sogar, dass im Frühling die Spermien lebendiger und fitter werden. Die Natur will das so, damit im zeitigen Frühjahr die Paarung stattfindet und das wachsende Nahrungsangebot die Chancen für eine erfolgreiche Schwangerschaft steigert.

Herbst- statt Frühlingskinder

Aber wie viel Natur findet im Menschen wirklich noch statt? Künstliches Licht und Wärme, Fernreisen im Winter sowie die Dauerhormonisierung durch die Pille - die Frühlingsgefühle sind der westlichen Kultur zum Opfer gefallen, sagen zahlreiche Studien. So werden die meisten Kinder heute im Juli / August und nicht im Dezember / Januar geboren.

Aber auch der Kulturmensch spürt Veränderungen im Frühling, zum Beispiel dank der Mode: Wenn die Röcke kürzer und die Bäuche freier werden, dann treibt das den Testosteronspiegel bei Männern in die Höhe. Auch das hat ja seine Wirkung.