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Es ist die größte Arktisexpedition aller Zeiten, ein wissenschaftliches Mammutprojekt, das jetzt durch Corona zu einer noch größeren Herausforderung geworden ist. Expeditionsleiter Markus Rex erzählt jede Woche von den Neuigkeiten.

In der Arktis in der Nähe des Nordpols forscht seit Herbst ein hundertköpfiges Team auf einer Eisscholle, zweieinhalb Kilometer lang, dreieinhalb Kilometer breit. Das festgefrorene deutsche Forschungsschiff „Polarstern“ dient als Unterkunft und als Labor. Ziel ist es, auf der Scholle ein Jahr lang Daten zu sammeln, an die man anders niemals rangekommen wäre, Daten aus der Atmosphäre, aus dem Meer und aus dem Eis.

Klima der Arktis hat Einfluss auf das Klima weltweit

Es geht darum, den Klimawandel besser zu verstehen. Die Arktis erwärmt sich schneller als jede andere Region auf der Welt und was in der Arktis passiert, beeinflusst das weltweite Klima. Zur Crew der Polarstern gehören Wissenschaftler und Schiffsleute aus vielen Ländern der Erde.

Wichtige Forschung rund um den Klimawandel

Expeditionsleiter Markus Rex hält uns jeden Montag in SWR1 auf dem Laufenden, über einzigartige Momente im Eis, wichtige Forschungsergebnisse und Pläne, die immer wieder neu überdacht werden müssen.

Das Team der Polarstern (Foto: Alfred-Wegener-Institut (CC-BY 4.0) )
Das Team der Polarstern Alfred-Wegener-Institut (CC-BY 4.0)

+++ Tag 248 - Warten im Fjord +++

Ein Wahnsinnsprojekt begleiten wir da ja seit Monaten, die größte Arktis-Expedition aller Zeiten. Beinahe wäre sie wegen Corona gekippt, denn der Teamwechsel ist plötzlich mit Quarantäne und Reisebeschränkungen extrem kompliziert geworden. Aber letzten Montag sind Expeditionsleiter Markus Rex und das neue Team losgefahren, zur Eiskante - um Leute, Material und Essen auszutauschen.

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+++ Tag 242 - Heute geht es los +++

242 Tage, so lange schon läuft eine der wichtigsten Expeditionen überhaupt. Ein Jahr lang wird auf einer Eisscholle In der Arktis über den Klimawandel geforscht. Und auf dem Laufenden hält uns das ganze Jahr über Markus Rex, der Expeditionsleiter. Die Teams auf der Scholle wechseln sich alle paar Monate ab. Sie wollten schon längst wieder im Eis sein - mussten aber erstmal in Quarantäne. Damit die Scholle beim Team-Wechsel coronafrei bleibt. Und jetzt mit zwei Monaten Verspätung geht es tatsächlich los.

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+++ Tag 239 - Jetzt geht es bald los +++

Zwei deutsche Schiffe stehen bereit, um das 100-köpfige Team nächste Woche an die Eiskante zu bringen. Markus Rex freut sich schon darauf, endlich wieder Eis unter die Füße zu bekommen.

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+++ Tag 234 - Geduld ist gefragt +++

Die Mosaic-Expedition läuft anders als geplant. Der Leiter Markus Rex und ein neues Team sollten eigentlich schon längst wieder in der Arktis sein. Corona hat aber alles durcheinander gewirbelt. Die Forscher, die gerade auf der Eisscholle sind, machen ihren Job schon zwei Monate länger als gedacht.

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+++ Tag 227 - Das Expeditionsteam in Quarantäne +++

Mit Eis hat das nichts zu tun: Expeditionsleiter Markus Rex hat für zwei Wochen Teppichboden unter den Füßen. Er ist auf Quarantäne in einem Hotel in Bremerhaven - zusammen mit dem ganzen Team, alle natürlich brav in Einzelzimmern. Und wenn dann gesichert ist, dass alle virenfrei sind, geht´s zur Ablösung und zur Arbeit auf der Scholle. Tja, diese Expedition ist und bleibt besonders.

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+++ Tag 221 - Polarstern wirft den Motor an für Team-Austausch +++

Wie bekommt man in Corona-Zeiten ein 100-köpfiges Team in der Arktis ausgetauscht? Motor anwerfen und weg von der Eisscholle. Mitte Mai wird die Polarstern mit dem jetzigen Team Richtung Eiskante - am Rand des Nordpolarmeers - aufbrechen und zeitgleich auch zwei deutsche Schiffe mit dem neuen Team aus Bremerhaven. Teams, Material und Vorräte werden ausgetauscht, danach fährt die Polarstern wieder zurück ins Packeis, zu ihrer Scholle. Die größte Expedition in der Arktis muss also – trotz Corona - nicht abgebrochen werden!

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+++ Tag 214 - Coronafreies Grillfest und Schollengeschwindigkeit +++

Die Forschungsexpedition muss natürlich unbedingt coronafrei bleiben. Expeditionsleiter Markus Rex ist auf dem Weg zurück zur Forschungsstation und erklärt, wie sichergestellt wird, dass beim Schichtwechsel niemand mit dem Virus auf die Polarstern kommt. Außerdem geht es um die Geschwindigkeit der Scholle. Die hat sich nämlich erhöht.

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+++ World Press Photo Award für Expeditionsfoto +++

Mal kein Interview, sondern nur ein Bild - ein Bild, das große Anerkennung bekommen hat: Ein während der "Mosaic"-Expedition aufgenommenes Foto von zwei Eisbären hat den renommierten "World Press Photo Award" gewonnen. Esther Horvath, Fotografin am Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI), erhielt die Auszeichnung für ihr Bild in der Kategorie "Umwelt", so das AWI. Das Foto zeigt eine der ersten Eisbärensichtungen während der Expedition in der zentralen Arktis: Eine Eisbären-Mutter und ihr Jungtier erkunden im Scheinwerferlicht des Eisbrechers "Polarstern" das auf einer Eisscholle aufgebaute Forschungscamp.

Der "World Press Photo Award" gilt als eine der höchsten internationalen Auszeichnungen für Pressefotografie.

Eine Eisbären-Mutter und ihr Jungtier erkunden im Scheinwerferlicht des Eisbrechers "Polarstern" das auf einer Eisscholle aufgebaute Forschungscamp. (Foto: Esther Horvath)
Ein während der "Mosaic"-Expedition aufgenommenes Foto von zwei Eisbären hat den renommierten "World Press Photo Award" gewonnen. Esther Horvath, Fotografin am Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI), erhielt die Auszeichnung für ihr Bild in der Kategorie "Umwelt", so das AWI. Das Foto zeigt eine der ersten Eisbärensichtungen während der Expedition in der zentralen Arktis: Eine Mutter und ihr Jungtier erkunden im Scheinwerferlicht des Eisbrechers "Polarstern" das auf einer Eisscholle aufgebaute Forschungscamp. Das Foto erschien im November 2019 in der New York Times. Der "World Press Photo Award" gilt als eine der höchsten internationalen Auszeichnungen für Pressefotografie. Esther Horvath

+++ Tag 200 und es ist kalt und dunkel +++

Wir berichten wieder von der Polarstern, aber hören nicht Markus Rex. Heute am Tag 200 ist alles anders, denn wir begrüßen einen Gast. Und zwar eine andere Wissenschaftlerin aus dem Polarstern-Team. Frau Dr. Anja Sommerfeld. Sie ist zurück von dort, wo Markus Rex gerade nicht hinkommt, von der kleinen Forschungstadt auf der Eisscholle in der Arktis.

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+++ Tag 193 und das Ozonloch +++

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+++ Coronavirus und Schichtwechsel auf der Polarstern +++

Anfang April sollte es wieder einen Schichtwechsel auf der Polarstern geben. Die Neuankömmlinge müssen jetzt Maßnahmen durchlaufen, um das Coronavirus nicht mit zur Expedition zu bringen. Trotz allem macht sich Expeditionsleiter Markus Rex Sorgen wegen der Pandemie und nennt es einen "riesengroßen Mist".

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+++ Licht und Corona-Schatten +++

Die Sonne ist endlich wieder da auf der Polarstern. Die Freude über das Licht mischt sich mit den Sorgen rund um das Corona-Virus - auch bei Expeditionsleiter Markus Rex. Größtes Problem dabei sind die aktuellen Reise- und Einreisebestimmungen.

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+++ Über Covid-19 an Bord +++

Minus 42 Grad an Tag 173 in der Arktis. Nach seinem Heimaturlaub sollte Expeditionsleiter Markus Rex diese Woche auf die Polarstern zurückkehren. Aber auch hier kam das Corona-Virus dazwischen...

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+++ So wirkt sich das Coronavirus auf die Expedition aus +++

Das Coronavirus beschäftigt auch Expeditionsleiter Markus Rex. SWR1 Redakteurin Christiane von Wolff hat mit ihm darüber gesprochen, welche Auswirkungen das für ihn und seine Crew hat.

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+++ Nicht nur die Expedition - immer an der Grenze des Machbaren +++

Markus Rex wird in wenigen Tagen zum ersten Mal zur Polarstern FLIEGEN. Auf der Eisscholle wurde eine 1000 Meter lange gebaut, die zwar wegen Rissen im Eis immer wieder repariert und umgebaut werden muss, aber das klappt ganz gut. Allerdings ist der Flug ist nicht OHNE. Weil er einfach in-the-middle-of-nowhere hingeht.

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+++ Es werde Licht! Update von der Polarstern an Tag 165 +++

Langsam wird es hell auf der Eisscholle: zwei Wochen lang herrscht schon "nautische Dämmerung", seit gestern ist nun der Horizont sichtbar, Eis und Schnee sind zu erkennen - das ist die sog. "bürgerliche Dämmerung". Klimaforscher und Expeditionsleiter Markus Rex gibt ein Update von der Situation auf der driftenden Eisscholle: Er erklärt, warum das neue Team zwei Wochen zu spät ankam, ob es zu Versorgungsengpässen an Bord kommen kann und wie lange es noch dauert, bis aus minus 36 Grad null Grad werden.

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+++ "Ewiges Eis" contra "Haltbarkeitsdatum" +++

Johannes aus Schwäbisch Gmünd fragt: "Wie dick ist das Eis in der Arktis, und wie lange hält es noch (wenn wir genau so weitermachen wie bisher)?"

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+++ Fische, kaltes Wasser und Bohrungen +++

Anna aus Kusterdingen ist Lehrerin. Sie hat uns die Fragen ihrer Schüler geschickt.
Diese waren:
1. Gibt es in der Arktis auch Fische?
2. Wie kalt ist das Wasser unter der Scholle?
3. Wie tief bohrt Ihr ins Eis für Eure Messungen?

Die Antworten von Markus Rex gibt es hier im Zusammenschnitt.

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+++ Versiegt die Wärmepumpe Europas? +++

Unser Hörer Jürgen Kordina fragt: Wirkt sich der Klimawandel auch auf die "natürliche Heizung Europas" - den Golfstrom - aus?

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+++ Über 20 Grad in der Antarktis: Wohin könnte das führen? +++

In der Antarktis hat man jetzt zum ersten Mal Temperaturen über 20 Grad gemessen. Ist das nur ein einmaliger Ausreißer nach oben oder beginnt die Antarktis auch zu schmilzen - so wie die Arktis?

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+++ Kaum Sonne & ständige Kälte: Wie lebt man damit? +++

SWR1-Hörerin Brigitte aus Karlsruhe hat eine Frage: Was geschieht eigentlich, wenn jemand im Team auf der Scholle mit der Kälte der permanenten Dunkelheit der Polarnacht Probleme bekommt?

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+++ Vollmond und Polarnacht: der Himmel über der Polarstern +++

"Auf der Scholle" ist im Moment die ganze Zeit Nacht - Polarnacht. Und da lohnt sich der Blick in den Himmel, sagt uns Klimaforscher und Expeditionsleiter Markus Rex.

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+++ Könnte man das Aussterben der Eisbären verhindern, wenn man einige in der Antarktis aussetzen würde? +++

In einigen Jahrzehnten könnte es sein, dass im Sommer kein Eis mehr da ist und der Lebensraum der Eisbären somit geschmolzen ist. Andreas aus Freiburg fragt, ob man das Aussterben des Eisbären verhindern könnte, wenn man einige in der Antarktis aussetzen würde?

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+++ Was machen die Forscher, wenn sie draußen mal "müssen"? +++

Eine ganz simple, aber doch wichtige Frage. Ein paar Grundschulkinder haben Marc gefragt, was denn die Forscherinnen und Forscher machen, wenn sie draußen auf dem Eis sind und mal "müssen"?

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+++ Wozu braucht man eine Landebahn auf der Scholle? +++

Auf der Scholle wird gerade eine Landebahn gebaut. Wozu braucht man die, wenn es doch auch Hubschrauber gibt?

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+++ Was ist, wenn es keine Gletscher mehr an der Arktis gibt? +++

Schon seit dem 19. Jahrhundert wird der Gletscherschwund beobachtet. Meike aus Stuttgart fragt: Was ist, wenn es keine Gletscher mehr an der Arktis gibt, haben wir dann in Europa eine neue Eiszeit?

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+++ Welche Experimente werden gemacht? +++

Markus Rex ist zwar gerade nicht mehr auf dem Forschungsschiff, trotzdem gehen die Experimente an Bord und auf der natürlich Eisscholle weiter. SWR1 Hörer Jonas aus Aalen will wissen, was eigentlich genau wie erforscht wird?

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+++ Ein Blick in die Zukunft unseres Planeten +++

Noch hat die Menschheit es in der Hand, wie es mit der Erde weitergeht. Klimaforscher Markus Rex wagt einen Ausblick und beantwortet die Frage von Jonas aus Aalen aus Aalen:

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Hier befindet sich die Polarstern auf ihrer Eisscholle im Moment!

+++ Wird es den Eisbären nicht auch zu warm? +++

Tag 129. Aktuelle Position N87 Grad 24 Minuten Nord und 93 Grad 19 Minuten Ost. Das ist die genaue Position der Polarstern. Expeditionsleiter Markus Rex ist unser Mann für Eis, Arktis und Klimawandel - und er beantwortet heute die Frage von der kleinen Jula aus Neuhausen auf den Fildern.

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+++ Wohin geht die Reise? +++

Schon seit vier Monaten driften hundert Frauen und Männer in der Arktis auf einer großen Eisscholle, um ganz entscheidende Daten über den Klimawandel zu erhalten. Das Forschungsschiff ist dafür festgefroren, fährt also nicht aus eigener Kraft - ginge in diesen Regionen sowieso nicht mehr! Kurt aus Heidenheim hat uns gemailt und gefragt: Wie weit und in welche Richtung verläuft die tägliche Wanderung der Scholle im Nordpolarmeer?

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+++ Neugierige Eisbären +++

Fotos beweisen, dass auch Eisbären sich sehr für Polarforschung interessieren. Ein Eisbär wurschtelt - wie hier links im Bild - an einem Forschungsgerät rum. Frage an Markus Rex: Wie gut überlebt das Ihre Ausrüstung?

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+++ Von rülpsenden Kühen +++

In Baden-Württemberg läuft jetzt ein Experiment. Kühe bekommen einen Futterzusatz, damit sie weniger rülpsen, weniger Methan ausstoßen. Man hofft, den Methanausstoß einer Kuh um 10 bis 30 Prozent reduzieren zu können. Kühe, die weniger rülpsen, bringt das was?

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+++ Muss diese Expedition wirklich sein? +++

Wolfgang aus Ostfildern will von Expeditionsleiter Markus Rex wissen, trägt nicht die Arktis-Expedition selbst zur Umweltverschmutzung bei?

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+++ Der Klimwandel und die Buschbrände +++

Der Kampf gegen die Buschbrände in Australien dauert an. Eine Fläche größer als Österreich wurde bisher von den Flammen vernichtet. Klimaforscher und Expeditionsleiter Markus Rex erklärt, wie die verheerenden Brände mit dem Klimawandel zusammenhängen.

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+++ "Haben Sie niemals Angst?" +++

Das möchte SWR1 Hörerin Imogen aus Nordheim wissen: „Es gibt immer wieder gefährliche Situationen und vieles nicht Vorhersehbares. Stürme und Eisbären, Krankheiten. Sie wirken immer so tough und entspannt."

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+++ Wo kommt das Trinkwasser her? +++

SWR1 Hörerinnen Johanna aus Tübingen und Brigitte aus Karlsruhe haben beide eine ähnlich Frage: Wie ist die Trinkwasserversorgung an Bord der Polarstern? Und wie ist die Müll- und Abwasserentsorgung geregelt?

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+++ Fragen eines 8-jährigen SWR1 Hörers +++

Jakob ist ein großer Fan von Expeditionsleiter Markus Rex und seinen Erzählungen von der Polarstern. Jakobs Mutter schreibt uns: "Er springt Montag morgens aus dem Bett, um am Küchenradio SWR1 zu hören." Da Jakob einfach ALLES über die Expedition wissen will, hat er kurzerhand einfach selber Fragen gestellt und wir haben sie an Expeditionsleiter Markus Rex weitergegeben:

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Die Route der Polarstern zum Nachverfolgen finden Sie hier...

Hintergrund

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