Bücherstapel (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)

Buchtipp: "Das Mädchen, das in der Metro las" von Christine Féret-Fleury Fantasy, Mystery und eine Prise Pariser Flair

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Wenn man Urlaub hat, dann könnte man einen ganzen Tag lang Metro fahren und dabei ein gutes Buch lesen. Zugegeben, das ist eine etwas ungewöhnliche Art, einen Urlaubstag zu verbringen. Aber manche Dinge sind einfach ungewöhnlich, und deshalb nicht unbedingt verkehrt. Davon handelt auch ein Buch, das rechtzeitig vor den Sommerferien in die Buchhandlungen gekommen ist: "Das Mädchen, das in der Metro las".

An manchen Tagen fragt sich Juliette, ob sie auf der Welt so viel wichtiger ist als die Spinne, die sie am Morgen in der Dusche ertränkt hat. Juliette arbeitet für einen Immobilienmakler, das langweilt sie zu Tode. Aber sie liest gern und beobachtet genau, wer in der Pariser Metro jeden Morgen die Nase in was für ein Buch steckt. Ein Mann mit grünem Hut liest eine dicke Lederfibel über nützliche Insekten, immer nur zwei oder drei Seiten. Eine junge Frau verschlingt Liebesromane und weint immer exakt bei Seite 247. Und eine alte Dame blättert jeden Tag in demselben italienischen Kochbuch.

Worum es geht?

Juliette steigt ausnahmsweise eines Morgens zwei Metrostationen früher aus. Und entdeckt in einem Hinterhof die völlig verstaubten Fenster einer Art Laden: "Bücher ohne Grenzen", steht da. Soliman lebt dort mit seiner kleinen Tochter Zaide. Er verschenkt Bücher an Fremde, denn Soliman glaubt fest daran, dass Bücher ein Leben verändern können. Juliette kündigt den langweiligen Bürojob und macht mit. Und tatsächlich...

Die Autorin

Christine Féret-Fleury hat erst viele fremde Bücher gelesen, am Schreibtisch in einem Verlag. Dann hat sie begonnen, eigene zu schreiben. Mittlerweile sind es eine Handvoll Romane und drei Dutzend Kinderbücher. "Das Mädchen, das in der Metro las" hat sie über Frankreich hinaus bekannt gemacht.

Der Spaßfaktor

Ein bisschen Fantasy, ein bisschen Mystery, dazu eine Prise Pariser Flair und viele Tipps für Bücher, die ein Leben verändern können. Passend dazu hat das Buch ganz vorn ein paar leere Seiten. Da kann man eintragen, welche Bücher das eigene Leben schon verändert haben, welche man noch lesen und welche verschenken möchte.

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