Buchtipp: "Das Feld" von Robert Seethaler Die Sicht der Toten

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Robert Seethaler erzählt in seinem Buch Geschichten über 30 sehr unterschiedliche Menschen einer Stadt, die nur eines gemeinsam haben: Sie sind alle tot.

Der Autor

Robert Seethaler ist eigentlich Wiener, lebt mittlerweile in Berlin und war ab und zu als Schauspieler im deutschen Fernsehen zum Beispiel als Gerichtsmediziner in der Serie "ein starkes Team" zu sehen.

Er hat mit der Erzählung "Ein ganzes Leben", die die Geschichte eines einfachen Mannes im letzten Jahrhundert schildert, eins der beeindruckendsten Bücher der letzten zwei Jahre veröffentlicht und das wurde zum internationalen Bestseller. In seinem neuen Buch geht es nicht um einen Einzelnen sondern um die Geschichte von 30 sehr unterschiedlichen Menschen einer Stadt mit nur einer Gemeinsamkeit: Sie sind alle tot.

Worum geht es?

Was bleibt von einem Leben übrig, wenn es ausgelebt ist? Was sagt ein Mensch über sein Leben, wenn es vorbei ist?

Robert Seethaler erzählt die Geschichte von Paulstadt aus der Sicht der Toten. Da war der zufriedene Obsthändler, der seine Früchte polierte und den wunderbaren Satz sagt: "Ich war vernünftig genug, mir meine Träume nicht zu erfüllen." Der machgierige Bürgermeister, der seine Fehler auch noch im Grab rechtfertigt, der zweifelnde Pfarrer, der die Kirche in Brand setzte oder der kleine, einsame Junge, der sich ertränkte. Sie alle, die nun auf dem Feld liegen, dem Friedhof der Stadt, erzählen uns Teile ihrer Lebensgeschichte und daraus entsteht das unglaublich eindringliche Portrait des erfundenen Ortes Paulstadt.

Der Spaßfaktor

Das ist das, was die tote Sophie Breyer der Welt noch nachzurufen hat. Es ist nur ein Wort "Idioten".

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