Familie im Auto auf der Fahrt in den Urlaub (Foto: Imago, Westend61)

Ferien in Baden-Württemberg Mit dem Auto in den Urlaub

Viele Urlauber fahren mit dem Auto in die Ferien, aber Achtung! Andere Länder – andere Sitten! Sie sollten unbedingt auf Tempolimits achten, sonst wird es richtig  teuer.

Wer in Norwegen beispielsweise nur 20 Stundenkilometer zu schnell unterwegs ist, muss mit 375,00 Euro Bußgeld rechnen. In Italien kostet es ab 170,00 Euro und in der Schweiz ab 155,00 Euro. Kleiner Tipp der Verkehrsexpertin:

"Wird man im Ausland beim Rasen erwischt, ist es übrigens oft billiger gleich zu zahlen, als auf den Strafzettel daheim zu warten."

Birgit Wächter, SWR1-Verkehrsteam

Super aufpassen müssen Urlauber auch beim Falschparken, zum Beispiel in Kroatien. Hier wird es mega teuer! Und die kroatischen Ordnungshüter sind rigoros. Besser gleich vor Ort bezahlen und alle Quittungen aufbewahren. Falls im Nachhinein noch was nach Hause kommt.

Bezahlung der Maut überprüfen

In Italien gibt es zum Beispiel immer wieder Ärger. Das Problem: viele zücken an der Mautstation die Kreditkarte und merken leider nicht, dass die Zahlung gar nicht geklappt hat. Die Schranke geht auf, aber auf der Quittung steht: "mancato pagamento" – „keine Zahlung“. Auch dann gibt’s später Post in Deutschland.

Italienische Mautstation (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Picture Alliance

Teures Parkticket

Im Jahr 2017 wurden über eine halbe Million deutsche Urlauber nach ihrem Urlaub zur Kasse gebeten. Manchmal auch mit viel zu hohen Beträgen. Plötzlich wurden zum Beispiel aus 12,00 Euro für Falschparken mehrere hundert Euro. Doch was tun? Auf keinen Fall das Schreiben der Inkasso-Firma einfach ignorieren. Wenn einem die Forderung übertrieben vorkommt, Widerspruch einlegen und den Anwalt einschalten.

Mit dem Mietwagen durchs Urlaubsland

Sinnvoll ist es, wenn man gleich am Flughafen den Mitwagen übernimmt. Das macht die Sache einfacher. Außerdem sollte man eine gescheite Vollkaskoversicherung abschließen, am Besten ohne Selbstbeteiligung. Weitere Versicherungen braucht es eigentlich nicht. Man muss den Mietwagen bei der Übernahme natürlich auch genau anschauen, Schäden festhalten und dasselbe am Urlaubsende bei Abgabe wieder. Hier eignen sich auch Fotos mit dem Smartphone als Beweis. Den Mietwagen wenn möglich auch mit vollem Tank übernehmen und so auch wieder abgeben. Leider gibt es immer wieder den Fall, wo der Autovermieter für den vollen Tank im Voraus noch eine zusätzliche Gebühr will und der soll dann leer gefahren werden, was allerdings eher selten klappt.

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