Buchtipp: "Das Labyrinth der Lichter" von Carlos Ruiz Zafón Leseabenteuer aus Spanien

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Der Friedhof der vergessenen Bücher – das ist eine kleine Serie von Romanen, die im spanischen Barcelona spielen. 2004 kam der erste Band auf den deutschen Buchmarkt und wurde sofort ein Bestseller: "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón. Jetzt gibt es den vierten und nach Angaben des Autors wohl letzten Band über den Friedhof der vergessenen Bücher als Taschenbuch: "Das Labyrinth der Lichter".

"In jener Nacht träumte ich, ich kehrte in den Friedhof der vergessenen Bücher zurück. Ich war wieder zehn Jahre alt." So beginnt es. Und 930 Seiten später ist es endgültig vorbei, das packende Leseabenteuer namens Ruiz Zafón.

Was ist drin?

Auch der vierte Band verwebt Geschichten, sie spielen in Barcelona unter Diktator Franco 1938 und 1992, außerdem in Madrid um 1960. Daniel Sempere, der von seinem Vater die Buchhandlung übernommen hat, ist mittlerweile selbst Vater. Mit seinem Freund Fermín Romero de Torres, einem ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter, schreibt er die Geschichte von Alicia auf. Alicia soll den verschwundenen Bildungsminister suchen, der war zuvor Direktor eines Gefängnisses, in dem Franco politische Gefangene foltern ließ. Und natürlich gerät sie in die Buchhandlung Sempere. Und natürlich gibt es ein geheimnisvolles Buch.

Der Autor

Carlos Ruiz Zafón hatte für das Schreiben der vier Bände etwa zehn Jahre veranschlagt, fast doppelt so viele waren es am Ende. Dafür sind alle Bestseller in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Und in Barcelona, wo Ruiz Zafón unter der berühmten Kirche Sagrada Familia aufgewachsen ist, gibt es längst Stadtführungen auf den Spuren von Daniel und Fermín.

Der Geschenkfaktor

Na logo… wer den "Schatten des Windes", das "Spiel des Engels" und den "Gefangenen des Himmels" im Regal hat, der braucht "Das Labyrinth" der Lichter auch. Ist aber auch ohne die drei anderen Bände ideal für lange Schmöker-Weihnachtsferientage, oder besser -abende, denn dann kommt das geheimnisvolle, dunkle Barcelona mit seinen gespenstischen Boulevards, mit Tunneln und Treppen und mit leichenfahl beleuchteten Cafés besonders gut! Übrigens: Auf den Film zum Buch zu warten, funktioniert nicht. Ruiz Zafón will nicht verfilmt werden.

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