Buchtipp: "Das Ende der Lügen" von Sara Gran Ein besonderer Krimi

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Sara Gran hat einen besonderen Krimi geschrieben: "Das Ende der Lügen" ist kein leichtes Lesefutter für den späten Abend. An dieser Geschichte muss man dranbleiben, weil sie einen sonst abhängt. Und dieses Dranbleiben lohnt sich.

Ein Buch, das einen schwindelig macht: Auf drei Zeitebenen erzählt Sara Gran die Geschichte von Claire deWitt, einer Privatdetektivin, die gejagt wird und selbst ihren Jäger jagt. Das alles liest sich spannend und ist äußerst schlau erzählt, findet SWR1 Moderator Jochen Stöckle, der mit der Autorin über ihre außergewöhnliche Detektivin gesprochen hat: 

Sara Gran, Autorin (Foto: Heyne Verlag  - Foto: Eliza Gran)
Sara Gran Heyne Verlag - Foto: Eliza Gran

Die Lehrbücher, die Sara Gran ihrer Detektivin an die Hand gibt, könnten unterschiedlicher nicht sein. Als Teenager verschlingt Claire die Comic-Geschichten von Cynthia Silverton. Highschool-Schülerin und Detektivin. Als Erwachsene wird sie Anhängerin des berühmten französischen Detektivs Silette. Wenn man die Geschichten ihrer Vorbilder dazu zählt, hat Sara Gran gleich 5 Geschichten geschrieben, die sie in ihrem Buch meisterlich miteinander verwoben hat:

Das Ende der Lügen ist der dritte Roman um Claire deWitt und hier geht es ans Eingemachte: Gleich auf den ersten Seiten überlebt sie in San Francisco einen Mordanschlag. Jemand hat ihr Auto gerammt. Trotz schwerer Verletzungen flüchtet sie vom Tatort, sie muss weg, denn sie wird weiter gejagt. Claire ist wehrhaft, kennt die Tricks der Straße und schlägt auch mal zu:

In der zweiten Ebene des Romans geht es um Claire's Jugend in den 80ern in New York, mit ihren Freundinnen, die ebenfalls Detektivinnen waren. Ebene drei spielt 1999: Claire löst den Fall um eine verschwundene Künstlerin. Und alles hat mit allem zu tun: Die Comics aus der Jugend, die Storys und Erlebnisse ihres Vorbildes Silette. Die alten Fälle und der aktuelle. Es ist die Vergangenheit, die Claire nicht loslässt:

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