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PUR – die Band gibt es jetzt seit über 40 Jahren. Gegründet als Schülerband gehören die Bietigheim-Bissinger zu den erfolgreichsten deutschen Künstlern. Und seit September gibt es nun ihr 16. Studioalbum, es heißt "Zwischen den Welten".

Wo PUR drauf steht ist auch PUR drin.

14 Songs sind drauf – einer aber doppelt – nämlich "Zu Ende träumen". Einmal in der puren Version und dann von PUR and Friends, da singen dann unter anderem Peter Freudenthaler von Fools Garden und Promi-Koch Nelson Müller mit. Der Titel hätte ein WM-Song werden können - die Fußball-Mannschaft hat es dieses Mal leider nicht geschafft, aber die Band. Denn die steht seit über 40 Jahren auf der Bühne und füllt die großen Hallen und Stadien.

"Alles was noch kommt"

Sie haben eine traumhafte Karriere hingelegt und auch daran erinnert sich Hartmut Engler in dem Song "Alles was noch kommt". Da singt er von Peter Maffay, Steven Tyler und Reinhard Mey. Aber eben mit dem Blick nach vorne. Die Idee kam ihm übrigens daheim beim Durchschauen alter Fotos.

Lebensgeschichten

Es ist ein persönliches Album, aber das kennen wir ja von PUR. Da steckt immer viel Lebensgeschichte drin. Ein sehr bewegendes Stück ist "Freund und Bruder" – geschrieben für und mit Ingo Reidl, Keyboarder der Band und Komponist, der vor zwei Jahren an Krebs erkrankte.

Authentisch, philosophisch und ganz PUR

"Zwischen den Welten" ist ein typisches PUR-Album und zwar im besten Sinn. Hartmut Engler zeigt in seinen Texten seine Stärke, aber auch seine Verletzlichkeit. Er ist authentisch, nimmt uns in Lebenssituationen mit, die die meisten von uns schon erlebt haben und fasst sie mit seinen Worten so zusammen, dass sie auch jeder versteht.

"Verboten schön" ist ein wunderbar trauriges Liebeslied, bei "Affen im Kopf" erinnert mich der Rhythmus an die 80er Jahre. Bei "Fixstern" höre ich das Publikum schon mitsingen und im Song "Gasthaus" wird es philosophisch – der Titel hat mich von der Machart an "Wenn sie diesen Tango hört" erinnert.

Manche Songs hätten weniger Effekte gut ausgehalten – da wird mal ein Hall drauf gesetzt oder Echo, was gar nicht nötig gewesen wäre. Aber die Fans dürfen sich auf die Konzerte freuen - es wird auch mit den Songs des neuen Albums ein Fest werden.

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