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Was steckt hinter den größten Hits aller Zeiten?

Viele Leute machen es zu einer Art Liebeslied - langsam und gelassen. Aber es ist kein Liebeslied.

Bob Dylan, ca. 1966 (Foto: Imago, Foto: imago, Cinema Publishers Collection)
Imago Foto: imago, Cinema Publishers Collection

Das sagt Bob Dylan über seinen Song "Don't Think Twice". Es ist eine Aussage. Und zwar ein Statement, dass du etwas sagen kannst, damit du dich selbst besser fühlst - es ist so als ob du mit dir selbst redest. Aber eigentlich handelt der Song davon, wie die Beziehung von Bob Dylan und seiner ersten Freundin auseinander ging. Doch was sollen die Textzeilen "When your rooster crows at the break of dawn, look out your window, and I'll be gone," zu deutsch - "Wenn dein Hahn im Morgengrauen kräht, schau aus deinem Fenster, und ich bin weg"? Bob Dylans erste Freundin Rotolo schreibt in ihren Memoiren, dass sie in der Nähe eines Geflügellieferanten in Greenwich Village wohnte. Und manchmal blieben sie und Bob die ganze Nacht wach und hörten die Hähne im Morgengrauen krähen.

Die SWR1 Pop & Poesie Übersetzung:

Es hat keinen Sinn mehr, herum zu sitzen und nach zu grübeln,
Baby es ist sowieso alles egal.
Und es macht auch keinen Sinn mehr, wenn Du weiter versuchst
es zu verstehen, dafür ist es jetzt zu spät.
Wenn dein Hahn morgen früh kräht, schau zum Fenster raus,
ich werde schon weg sein. Aber mach Dir keinen Kopf, das geht
so in Ordnung.

Es hat auch keinen Sinn, dass Du das Licht anmachst.
Dein Leuchten habe ich nie gekannt. Also lass es, ich
finde meinen Weg auch im Dunkeln.
Ich wünsch mir noch immer, Du würdest irgend etwas
sagen oder turn, damit ich bleiben kann.
Egal, wir haben meistens sowieso aneinander vorbei
geredet. Also, Schwamm drüber.

Es bringt nichts, wenn Du meinen Namen rufst.
Egal wie. Hör auf zu schreien, ich hör dir nicht mehr zu.
Ich habe lange über unsere Beziehung nachgedacht,
von Anfang bis Ende. Und am Anfang liebte ich eine
Frau, mit ganzem Herzen, war wie ein Kind, aber sie,
sie wollte meine Seele.
Aber denk nicht drüber nach, so wie es ist, ist es in
Ordnung.

Ich bin wieder unterwegs, allein. Keine Ahnung wohin
es mich verschlagen wird. Aber Dir auf Wiedersehen
zu sagen, wäre zu viel des Guten. Deshalb sag ich Dir
Leb wohl, Mädel.
Ich behaupte ja nicht, dass Du mich schlecht behandelt
hättest. Du hättest Dir mehr Mühe geben können, aber
das ist jetzt vorbei. Du hast mir nur kostbare Zeit gestohlen,
aber das verstehst Du nicht und deshalb Schluss, aus und
vorbei. Mach Dir keinen Kopf deshalb.

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