Zum fröhlichen Nix (Foto: SWR)

SWR1 Musik Klub: das Club-Porträt Das "Zum fröhlichen Nix" in Blaubeuren

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Wir schauen uns um im Land, wo sind die kleinen Clubs, die ein Programm jenseits des Mainstreams machen oder vielleicht auch mittendrin sind im Mainstream. Die Clubs auf dem Land sorgen für die kulturelle Nahversorgung sozusagen, so auch das Kleinkunstcafé „Zum fröhlichen Nix“ in Blaubeuren im Alb-Donau-Kreis.

Das Kleinkunstcafé „Zum fröhlichen Nix“ liegt mitten in der Blaubeurer Altstadt. Am besten kommt man zu Fuß dorthin, direkt vor dem Haus kann man nicht parken, aber in Blaubeuren selbst gibt es in Laufweite genügend Parkplätze. Mit dem Zug kommt man gut nach Blaubeuren aber spät abends eher schlecht wieder weg. Von daher kommen die meisten Gäste des Nix direkt aus Blaubeuren oder aus den Ortschaften im Umkreis von 15 bis 20 Kilometern.

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Der Nix ist ein kleiner Club mit 50 Sitzplätzen, bei Konzerten passen auch mal 70 Leute rein. So steht man, wenn man durch die Tür kommt, auch schon direkt in der guten Stube. Mit drei Schritten ist man an der Bar, wenige Meter weiter hinten schmiegt sich die Bühne in die Ecke. So groß wie ein doppeltes Wohnzimmer und das ist der fröhliche Nix in Blaubeuren irgendwie auch.

"Ich glaube, dass der Nix schon sehr urwüchsig ist, oder lässig. Man kann hier alles Mögliche machen. Es ist gar kein Problem hier mal ein paar Tische zusammenzustellen oder zu sagen 'mach mal die Musik aus ich spiele mal was vor'. In jeder Hinsicht sind wir hier für viele Dinge offen."

Hans Wild, Wirt

Im Nix gibt es regelmäßige Veranstaltungen wie den Quizabend „Frag den Wirt“, den Spieleabend, den Weißwurst-Frühschoppen, das Reparaturcafé und den Mitsingabend. An den Wänden stellt etwa alle Vierteljahr ein andere/r Künstler/in Bilder aus. Es gibt Vorträge, Kabarett und Musik. Aber keine Rockmusik, denn das wäre den Nachbarn zu laut.

Zum fröhlichen Nix (Foto: SWR)
Mitunter darf auch getanzt werden.

"Die kleine Kunst ganz groß gemacht, so haben wir uns das gedacht. Man könnte von einer kleinen Bühne sprechen, wo eben ein regelmäßiges Programm abläuft. Im Moment habe ich den Verdacht, dass wir fast schon zu viel machen. Es sind eben drei bis vier Veranstaltungen in der Woche, das ist eigentlich für eine kleine Stadt wie Blaubeuren ganz schön was."

Hans Wild

Die Veranstaltungen am Samstag kosten meist zwischen 6 und 18 Euro Eintritt, an anderen Tagen geht auch mal der Hut rum. Wenn nichts ist, dann ist der Nix von Mittwoch bis Sonntag ab 17 Uhr trotzdem offen. In der Café-Kneipe-Bar treffen sich dann auch die Stammtische: die Volleyballer, die Turnerinnen.

"Ist halt ungezwungen und nicht so steif wie in anderen Wirtschaften, das sieht man schon am Mobiliar: lauter verschiedene Stühle."

Gast

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