Pink Floyd Time

Was steckt hinter den größten Hits aller Zeiten?

Leben im Hier und Jetzt

Genau das hat Roger Waters vorgehabt. Er war gerade 28 Jahre alt geworden und wollte sich nicht länger auf etwas im Leben vorbereite, sondern mitten drin sein. Er wollte nichts mehr verpassen. Und so entstand dann "Time" ein Song über die Schnelllebigkeit und Sterblichkeit. Passend zum Titel beginnt "Time" mit übereinander geschichteten Taktgeräuschen. Dafür wurde jede Uhr separat in einem Antiquitätengeschäft aufgenommen.

Die SWR1 Pop & Poesie Übersetzung:

Die Momente eines langweiligen Tages hakst du ab,
lässig vertrödelst und verschwendest du die Stunden.
Auf deiner häuslichen Scholle in deiner Stadt kickst du
herum und wartest darauf, dass dir jemand oder
irgendwas den Weg zeigt.

Du hast keine Lust mehr, in der Sonne zu liegen,
bleibst lieber zu Hause und schaust dir den Regen an.
Du bist jung, das Leben ist noch lang und heute ist
Zeit totzuschlagen.

Und dann eines Tages merkst du, dass zehn Jahre rum sind.
Keiner hat dir gesagt, wann du losrennen sollst.
Das Startsignal hast du verpasst.

Also rennst du los und rennst, um mit der
untergehenden Sonne Schritt zu halten.
Du rast herum und holst dich selbst von hinten wieder ein.
Die Sonne ist relativ gleich geblieben,
nur du bist gealtert, etwas kurzatmiger und dem Tod
um einen Tag näher gekommen.

Jedes Jahr erscheint kürzer.
Zeit scheinst du nie zu erhaschen.

Pläne werden nichtig oder zu gerade mal einer halben Seite Gekritzel.

In ruhiger Verzweiflung abwarten, so ist die feine englische Art -
aber die Zeit ist verronnen, das Lied vorbei,
und ich dachte, ich hätte noch mehr zu sagen.

Endlich wieder zuhause.
Ich bin gerne hier, so oft ich kann.
Wenn ich kalt und müde nach Hause komme
ist es gut, mir meine Knochen am Feuer zu wärmen.

Weit weg, jenseits der Felder,
ruft die eiserne Glocke die Treuen auf die Knie,
um dem leisen, magischen Zauber zu lauschen.

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