Entstehung der Hitparaden Die Billboard Charts

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In allen größeren westlichen Ländern gibt es sie: Neueinsteiger, Chartstürmer und Aufsteiger der Woche. Wer heute wissen will, welche Musiktitel angesagt sind, schaut einfach in die Top 10 der Hitparaden. Wie die offiziellen Hitparaden ermittelt werden und wie sie entstanden sind, ist allerdings etwas komplizierter.

Seit knapp 80 Jahren ermittelt und veröffentlicht das "Billboard Magazine" wöchentliche Musik-Hitparaden. Über die Jahrzehnte hinweg änderten sich zwar die Berechnungsgrundlagen, aber die Zeitschrift war immer ein Pflichtkauf für Musikfans. Kein Wunder also, dass sie den amerikanischen Charts ihren Namen gab. Die erste Hitparade im Billboard Magazine von 1936 wurde in drei Sparten aufgeteilt: die meist verkauften Platten, die am häufigsten im Radio gespielten und die Favoriten aus den Jukeboxen im ganzen Land. Erst 1958 wurden diese drei Hitlisten in eine einzelne Hitparade unter dem Namen "Billboard Hot 100" zusammengeführt.

Formulare über Formulare

Bis 1990 erfolgte die Datenerfassung über Formulare, die Händler und Radiostationen an die Zeitschrift schickten. Seit den 90ern werden die Hitparaden automatisiert ermittelt. Zur Feststellung der Verkaufszahlen wird dabei der Nielsen SoundScan genutzt, während das Broadcast Data System die im Radio gespielten Titel erfasst.

Die Vielfalt der amerikanischen Hitparaden

Seit 2005 werden auch die Musik-Downloads von offiziellen Internetseiten gewertet. Insgesamt veröffentlicht das Billboard Magazine heute dutzende von verschiedenen Hitlisten. Neben den Singlecharts "Billboard Hot 100" und den Albumcharts "Billboard 200" gibt es unter anderem jeweils eigene Hitparaden für alle großen Musikstile.

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