Entstehung der Hitparaden Die UK Top 40

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In allen größeren westlichen Ländern gibt es sie: Neueinsteiger, Chartstürmer und Aufsteiger der Woche. Wer heute wissen will, welche Musiktitel angesagt sind, schaut einfach in die Top 10 der Hitparaden. Wie die offiziellen Hitparaden ermittelt werden und wie sie entstanden sind, ist allerdings etwas komplizierter.

Alles begann am 14. November 1952 im "New Musical Express" (NME). Einer der Mitbegründer der Zeitschrift, Percy Dickins, rief bei Plattenläden an und fragte sie nach ihren Verkaufszahlen. Damit erstellte er die erste britische Hitparade mit 15 Titeln. Diesem Beispiel folgten schnell andere Zeitschriften und so gaben der "Record Mirror" und der "Melody Maker" Mitte der 50er Jahre ebenfalls ihre eigenen Charts heraus. 1960 begann dann auch noch die Plattenindustrie mit der Veröffentlichung von weiteren Single- und Album-Charts in ihrer eigenen Zeitschrift "Record Retailer".

Die Einführung der offiziellen Hitparade

Dieses Durcheinander konnte natürlich nicht von Dauer sein. Mit der Gründung des ersten Marktforschungsinstitutes im Jahr 1969 etablierten sich dann einheitliche Hitparaden. Die BBC und der "Record Retailer" beauftragten diese Firma fortan mit der Erstellung der Charts. Allerdings streiten sich Musikliebhaber bis heute, welche Hitparade für die 50er und 60er Jahre gelten soll.

Der Weg ins digitale Zeitalter

Heute erhebt das "Chart Information Network" im Auftrag der BBC und der Vereinigung der Plattenhändler die offiziellen englischen Charts. Seit 2007 werden auch die im Internet legal erworbenen Titel mit einberechnet. Damit reicht in Großbritannien die digitale Veröffentlichung um in die Hitparade zu kommen - eine "richtige" Single ist nicht mehr notwendig.

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