Entstehung der Hitparaden Die Media Control Charts

AUTOR/IN

In allen größeren westlichen Ländern gibt es sie: Neueinsteiger, Chartstürmer und Aufsteiger der Woche. Wer heute wissen will, welche Musiktitel angesagt sind, schaut einfach in die Top 10 der Hitparaden. Wie die offiziellen Hitparaden ermittelt werden und wie sie entstanden sind, ist allerdings etwas komplizierter.

Fast zeitgleich mit Großbritannien erschien im Jahr 1953 in Deutschland die erste Hitparade. Mit dem was wir heute unter dem Begriff verstehen, hatte diese jedoch nur wenig zu tun. Die Zeitschrift "Der Automatenmarkt" berechnete die Positionen nämlich lediglich anhand der Einsatzhäufigkeit der Lieder in den Jukeboxen. Die erste Nummer 1 in Deutschland war im Dezember 1953 der Titel "Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand" von der holländischen Schlagerband "Kilima Hawaiians".

Die offiziellen deutschen Charts

CD-Regal (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
picture-alliance / dpa -

1959 begann die Zeitschrift "Der Musikmarkt" ihre eigene Hitparade zu erheben und zu publizieren. Neben dem Musikbox-Erfolg nimmt sie die Verkaufszahlen von Notenblättern und Platten, sowie den Radioeinsatz in die Berechnung. Zunächst erschienen die Charts nur einmal im Monat. Ab 1971 wurden sie dann wöchentlich herausgebracht.

Was ist Media Control?

Seit 1977 ermittelt das Marktforschungsinstitut "Media Control" die offiziellen deutschen Charts. Grundsätzlich änderte sich nicht viel an der Auswertung - bis zum Jahr 2007. Seit dem 13. Juli werden nun auch reine Onlineveröffentlichungen voll mit berechnet. Darüber hinaus erfolgt die Positionierung seit diesem Datum nicht mehr anhand der verkauften Stückzahlen, sondern mittels des Umsatzes. Dies ist eine Besonderheit der deutschen Charts und weltweit einmalig.

AUTOR/IN
STAND