Entstehung der Hitparaden Die Geschichte der Musikcharts

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In allen größeren westlichen Ländern gibt es sie: Neueinsteiger, Chartstürmer und Aufsteiger der Woche. Wer heute wissen will, welche Musiktitel angesagt sind, schaut einfach in die Top 10 der Hitparaden. Wie die offiziellen Hitparaden ermittelt werden und wie sie entstanden sind, ist allerdings etwas komplizierter.

Grundlage für jede Hitparade sind zunächst einmal Verkaufsstatistiken. Davon gab es die erste in den USA im Jahr 1891. In einer Zeit ohne Tonträger, nahm man die Verkaufszahlen von Notenblättern als Anhaltspunkt. Im Jahr 1914 gründete sich dann die ASCAP (entspricht der deutschen GEMA). Über diese Verwertungsgesellschaft wurden Urheberrechte abgegolten, z.B. wenn ein Künstler seine Titel im Radio oder bei Veranstaltungen spielte. Die dadurch ermittelten Zahlen erschienen dann im "Billboard Magazine".

Von der Statistik zum Namen

Radiogeräte (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Historische Radiogeräte picture-alliance / dpa -

Damit war zwar eine Grundlage geschaffen, aber es fehlte immer noch der Name. Am 20. April 1935 sendete der amerikanische Radiosender "NBC-Radio" zum ersten Mal die Sendung "Your hitparade". Von da an verbreitete sich der Begriff in den nächsten Jahren in ganz Nordamerika und letzten Endes auf der ganzen Welt.

Weltweite Verbreitung der Hitparade

Wurlitzer Jukebox (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
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1952 veröffentlichte der "New Musical Express" in Großbritannien die ersten englischen Charts, basierend auf den Verkäufen einzelner Plattenfirmen. Ein Jahr später erschien dann in Deutschland die erste Hitparade in schriftlicher Form. Unter dem Titel "Boxen-Schlager" listete die Zeitung "Der Automatenmarkt" die beliebtesten Lieder aus den Jukebox-Automaten auf. Daher stammt übrigens auch der Begriff "Top 40", denn in die Wurlitzer passten üblicherweise genau 40 Platten.

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