SWR1 Team Ingo Lege

SWR1 Moderator Ingo Lege (Foto: SWR, SWR1 -)
Ingo Lege SWR1 -

Lieblingsband/-titel

Um die Werbung frei zu zitieren: "Das ist das Beste, was man aus Grunge machen kann." Seattle, Anfang der 90er: Nach drei Tagen im Koma stirbt der Sänger Andrew Wood an einer Heroin-Überdosis. Einer seiner Freunde ist Musiker Chris Cornell. Zu diesem Zeitpunkt steht der kurz vor dem weltweiten Durchbruch mit seiner Band Soundgarden. Aus Trauer schreibt er zwei Songs. Die passen zwar nicht zu Soundgarden. Aufnehmen möchte Cornell sie trotzdem. Er trommelt in Seattle ein paar Musiker aus der Grunge-Szene zusammen. Am Ende schwarten die Jungs zehn Songs zusammen. Das Album dazu heißt wie ihre Projektband "Temple of the Dog". Das gesamte Album pendelt zwischen dem akustischen Schlag in den Magen, bis hin zur sanften Brise auf der Haut. Es ist der Kater nach einer Nacht voller Fusel. Gleichfalls ist es der absolute Höhenflug ohne Angst vor einer Bruchlandung. Die Musik lebt vor allem durch Cornells sägend, brüllenden Gesang. Er ackert sich an der gesamten Palette der Trauer ab. Und zwar so, dass man nach anhören der Platte automatisch wieder zuversichtlich nach vorn blickt. Das ist therapeutisch wertvoll. Vielleicht ein bisschen Männerkitsch. Und die beste Platte der Welt.

Blick auf Baden-Württemberg

Meine Tochter und meine Frau sind hier geboren. Folglich wohne ich mit dem Besten, was dieses Land zu bieten hat, zusammen. Bevor die beiden wach sind, schleiche ich gern an der Würm bei Weil der Stadt herum. Im Blick: Die Bachforellen. Mittels Fliegenrute versuche ich, einige von denen fürs Mittagessen zu überreden.

Wenn er nicht Moderator geworden wäre...

... wäre ich höchst wahrscheinlich Offsetdrucker geblieben. Das habe ich vor 25 Jahren gelernt, und auch mit dem Gehilfenbrief abgeschlossen. Später kamen Zivildienst und Fachabitur. Und dann lief der Dampfer langsam aber unerbittlich aus dem Ruder...

Lieblingssprichwort/-fluch

"Dummheit ist eine Gabe Gottes. Du darfst sie nur nicht missbrauchen."

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