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In Russland gibt es ein Phänomen abseits von Eisfischen, Matrojschkas und Wodka: Die Garagensiedlung als letzte Möglichkeit zur Selbstverwirklichung.

© Tamtam Film, Andrea Schütte (Foto: SWR)

Hoch im Norden Russlands reihen sich Garagen und Blechhütten aneinander. Dazwischen eine karge Landschaft, die bis ins Unendliche reicht. Wo der Bergbaukonzern der einzige Arbeitgeber ist, bietet die Garage für viele Russen, vorwiegend Männer, eine Möglichkeit zur Selbstverwirklichung.

Dauer

Fernab von gesellschaftlichen Konventionen entstehen alternative Lebensräume: Schrottsammler Ilja nutzt die Garage als Produktionsstätte, Roman für seine Wachtelzucht, Pavel schnitzt Heiligenfiguren und Viktor gräbt unterirdische Stockwerke. Hinter den rostigen Türen der Garagen findet man alles – außer Autos. Eindrücklich und sensibel dokumentiert Garagenvolk die Gefühlswelt von Menschen und zeigt deren unterschiedliche Wege, aus der Tristesse des Alltags zu flüchten.

© Tamtam Film, Andrea Schütte (Foto: SWR)

Buch und Regie

© Tamtam Film (Foto: SWR)
Natalija Yefimkina

Natalija Yefimkina wurde 1983 in Kiew als Kind russisch-ukrainischer Eltern geboren. Im Alter von 12 Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Deutschland. Nach dem Studium der Geschichte und Literatur in Berlin arbeitete Yefimkina zunächst als Regie- und Produktionsassistentin für Spielfilme. Nach mehreren kurzen dokumentarischen Arbeiten ist Garagenvolk ihr Debütfilm als Regisseurin und gleichzeitig der erste Langfilm in ihrer Laufbahn.

Stab / Filmdaten

Deutschland 2020 – 95 Minuten
Buch und Regie: Natalija Yefimkina
Kamera: Axel Schneppat
Montage: Nicole Fischer, Lucia Gerhardt, Markus Schmidt, Barbara Toennieshen
Ton: Alexey Antonov, Ivan Arapov
Produktion: Tamtam Film
Koproduktion: MDR, Zusammenarbeit mit ARTE
Filmförderung: Creative Europe Media, BKM, FFHSH, FFA
FSK: keine Angabe

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