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26.06.2019 15:00 Uhr Metropol 3 Der Krieg in mir

Außer Konkurrenz

"Wieviel Soldat steckt noch in mir?" fragt sich Sebastian Heinzel, als er im Wehrmachtsarchiv erfährt, dass sein Großvater im Zweiten Weltkrieg in Russland gekämpft hat. In seiner Familie erwähnte Opa Hans diesen Einsatz bis zu seinem Tod mit keinem Wort.

Die Großväter waren an der Ostfront im Krieg. Nun fragt sich ihr Enkel: Haben mich die Kriegserfahrungen meiner Großväter, von denen ich lange wenig bis gar nichts wusste, womöglich geprägt? Ausgehend von seinen Alpträumen und von jüngeren epigenetischen Forschungen, denen zufolge traumatische Erlebnisse in das Erbgut eingehen können, macht sich Sebastian Heinzel auf die Suche. Nach der Geschichte seiner Großväter, nach den Wurzeln des Schweigens in seiner Familie, nach Verhaltensmustern, die sich über Generationen fortschreiben, nach den „Markierungen auf der DNA“. Er versammelt Archivmaterial und spricht mit seinem Vater; Träume oder Ängste werden in animierten Sequenzen visualisiert. Welche Erfahrungen der Kriegsgeneration tragen wir in uns – und tragen wir sie weiter?

Bevor er zum Dokumentarfilm kam, arbeitete Sebastian Heinzel als Journalist für Tageszeitungen und das Musikfernsehen. Er studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg. 2010 gründete er seine eigene Produktionsfirma Heinzelfilm.



In Anwesenheit von Sebastina Heinzel (Regie)



 


Deutschland 2019; 93 Min.

Buch und Regie Sebastian Heinzel

Kamera Adrian Stähli

Montage Sascha Seidel

Animation / Trick Igor Shin Moromisato

Ton Markus Egloff

Produktion Sebastian Heinzel, Susanne Guggenberger, Vadim Jendreyko

Koproduktion ZDF – Das Kleine Fernsehspiel, SRG Schweizer Radio und Fernsehen

Filmförderung Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG)  / HessenFilm / Film- und Medienstiftung NRW / BAK Bundesamt für Kultur

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