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Nominiert für den Deutschen Dokumentarfilmpreis Island of the Hungry Ghosts

Auf einer Insel weitab im Indischen Ozean begeben sich Millionen roter Landkrabben auf ihre Reise aus dem Dschungel zur Küste. In den Tiefen dieses mystischen Dschungels verborgen liegt auch ein Gefangenenlager, in dem tausende Asylsuchende auf unbestimmte Zeit festgehalten werden. Ihre einzige Verbindung zur Außenwelt ist die Trauma-Therapeutin Poh-Lin Lee.

Christmas Island, ein sehr isoliertes Stückchen Erde zwischen Indonesien und Australien ist einer der Orte, die Australien dazu benutzt, Menschen festzuhalten, die versuchen Schutz oder Asyl zu erlangen. Die Insel vor allem bewohnt von Wanderkrabben, die bei Vollmond millionenweise aus dem Busch zum Meer wandern.

Poh Lin ist Trauma-Therapeutin, sie lebt mit ihrer Familie in dieser wilden und feindlichen Landschaft, eine der letzten Orte auf diesem Planeten, der entdeckt wurde. Jeden Tag spricht sie mit den Menschen, die auf unbestimmte Zeit in diesem Hochsicherheitsgefängnis festgehalten werden. Sie versucht unaufhörlich diese Menschen in einer Situation zu unterstützen, die so unerträglich ist wie ihr Ausgang ungewiss.


In ihrem Dokumentarfilm vergleicht die Regisseurin Gabrielle Brady die natürliche Wanderung der Krabben mit der chaotischen und tragischen Migration von Menschen, die der beständigen Veränderung von Entscheidungsstrukturen ausgesetzt sind. Mit dieser Parabel nimmt sie eine weitaus größere Herausforderung an als die des Mikrokosmos, über den sie berichtet.

Filmdaten 

Buch und Regie: Gabrielle Brady
Kamera: Michael Latham
Schnitt: Katharina Fiedler
Ton: Leonardo Dolgan Hernandez
Produzent: Alexander Wadouh, Chromosom Film
Filmförderung: Filmstiftung NRW Medienboard Berlin Brandenburg, BFI Screen Australia, Proteus Get Up Fund, Bertha Foundation
FSK: keine Angabe
Deutschland, Großbritannien, Australien 2018, 98 Minuten