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Gewinner: Deutscher Dokumentarfilmpreis 2019 Heimat ist ein Raum aus Zeit

Thomas Heise untersucht in seinem Dokumentarfilm anhand von Dokumenten aus seinem persönlichen Archiv - Briefe, Fotografien, Schulaufsätze, Tagebucheinträge von ihm selbst aus dem Off vorgetragen und im Bild zu sehen, zeichnet er die Geschichte seiner Familie über vier Generationen zwischen Wien, Dresden und (Ost-)Berlin nach.

"Heimat ist ein Raum aus Zeit" folgt den biografischen Spuren einer zerrissenen Familie über das ausgehende 19. und das folgende 20. Jahrhundert hinweg. Es geht um Menschen, die einst zufällig zueinander fanden, dann einander verloren. Deren verbliebene Kinder und Enkel jetzt verschwinden.

Collagen von bewegter Familiengeschichte

Es geht um Sprechen und Schweigen. Erste Liebe und verschwundenes Glück. Väter, Mütter, Söhne, Brüder, Affären, Verletzung und Glück in wechselnden Landschaften, die verschiedene, einander durchwuchernde Spuren von Zeiten in sich tragen.

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Die Geschichte einer Familie über vier Generationen

"Heimat ist ein Raum aus Zeit"

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Ich weiß noch, dass wir an einer Tannenschonung vorbeikamen

Ich weiß noch, dass wir an einer Tannenschonung vorbeikamen

Abgebrochener Entwurf zu einem Lebenslauf

Das Ergebnis war eine immer perfektere Schizophrenie

Trauriger Soldat als Sphinx

Fliegerhorst Zerbst

Ich bin froh, dass die unheilvolle Stille vorbei ist

Heiner Müller

Heimat ist

Filmplakat Heimat ist ein Raum aus Zeit

Regisseur Thomas Heise gewinnt den Hauptpreis: der Deutschen Dokumentarfilmpreis 2019 wird von SWR und MFG gestiftet.

Eine Collage aus Bildern, Tönen, Briefen, Tagebüchern, Notizen, Geräuschen, Stimmen, Fragmenten. „Heimat ist ein Raum aus Zeit“ ist ein Nachdenken über die Zeit und die Liebe in ihr, den Menschen, in Tönen, Bildern und Sprache. Immer bleibt ein Rest, der nicht aufgeht.

Orte und Landschaften gezeichnet durch die Zeiten

Hinzu kommen aktuelle schwarzweiße Aufnahmen der in den Korrespondenzen erwähnten Orte und Landschaften, denen die Zeichen verschiedener Zeiten anzusehen sind: das Arbeitslager in Zerbst, ehemalige NVA-Kasernen, ein Lehrsaal an der Universität, Reihenhäuser in Mainz. Außerdem Erdverwerfungen, Risse im Asphalt, Haufen und immer wieder Bahnhöfe, Züge und Gleise. Erste Lieben, Väter, Mütter, Söhne und Brüder, die Deportation der Wiener Juden, Kriegstote in Dresden, Kunst und Literatur, DDR-Sozialismus und anständig bleiben – anhand von Fragmenten aus einem Speicher persönlicher Erfahrungen, sorgfältig ausgewählt und mit Lücken zusammengesetzt, erzählt Heise nicht weniger als die Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert.

Thomas Heise

Regisseur Thomas Heise gewinnt den Hauptpreis: der Deutschen Dokumentarfilmpreis 2019 wird von SWR und MFG gestiftet.

Filmdaten

Buch und Regie: Thomas Heise
Kamera: Stefan Neuberger
Ton: Johannes Schmelzer-Ziringer
Schnitt: Chris Wright
Produktion: Ma.ja.de. Filmproduktions GmbH, H. Deckert
TV, Filmförderung: ZDF / 3sat/ Mitteldeutsche Medienförderung, BKM, DFFF. Entwicklungsförderung durch Creative Europe MEDIA und Mitteldeutsche Medienförderung
Deutschland 2019; 218 Min.