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Deutscher Dokumentarfilmpreis 2013

1. Preis für "Sofias letzte Ambulanz" von Ilian Metev

Weitere Preise an „Die große Passion“ und „Oma und Bella“

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Bilder von der Preisverleihung "Deutscher Dokumentarfilmpreis 2013"

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Die Preisträger des "Deutschen Dokumentarfilmpreises 2013", den der Südwestrundfunk (SWR), die MFG Filmförderung Baden-Württemberg und das Stuttgarter Haus des Dokumentarfilms (HDF) in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben, stehen fest:
Der Hauptpreis geht an den Autor und Regisseur Ilian Metev für seinen Dokumentarfilm „Sofias letzte Ambulanz“; der Preis des HDF geht an „Die große Passion“ von Jörg Adolph, produziert von if Productions/BR; der Preis der Stadt Ludwigsburg erhält Alexa Karolinski für den Dokumentarfilm „Oma und Bella“, eine Koproduktion von Alexa Karolinski mit ARTE und RB.
v.li.: Jutta Krug (WDR), Ilian Metev, Ingmar Trost

Die Preisträger des "Deutschen Dokumentarfilmpreises 2013", den der Südwestrundfunk (SWR), die MFG Filmförderung Baden-Württemberg und das Stuttgarter Haus des Dokumentarfilms (HDF) in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben, stehen fest:
Der Hauptpreis geht an den Autor und Regisseur Ilian Metev für seinen Dokumentarfilm „Sofias letzte Ambulanz“; der Preis des HDF geht an „Die große Passion“ von Jörg Adolph, produziert von if Productions/BR; der Preis der Stadt Ludwigsburg erhält Alexa Karolinski für den Dokumentarfilm „Oma und Bella“, eine Koproduktion von Alexa Karolinski mit ARTE und RB.
v.li.: Jutta Krug (WDR), Ilian Metev, Ingmar Trost

v.li.: Jörg Adolph, Alexa Karolinski, Ilian Metev.

Szenenfoto von "Sofias letzte Ambulanz": Krankenschwester Mila im Cockpit der Ambulanz.

v.li.: Werner Spec (OB der Stadt Ludwigsburg) und Alexa Karolinski

In der Mitte v.li.n.re.: Jörg Adolph, Ilian Metev, Theresia Bauer MdL, Alexa Karolinski

Ludwigsburg, Musikhalle: Werner Spec (OB der Stadt Ludwigsburg)

V.li.n.re.: Michael Verhoeven, Moderatorin Anja Höfer, Ilian Metev

SWR-Fernsehdirektor Dr. Christoph Hauser

Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg


Sofias letzte Ambulanz

Sofias letzte Ambulanz


Preisverleihung in Ludwigsburg am 20. Juni 2013 mit Medienministerin Theresia Bauer und SWR-Fernsehdirektor Christoph Hauser

Ludwigsburg. Die Preisträger des „Deutschen Dokumentarfilmpreises 2013“, den der Südwestrundfunk (SWR), die MFG Filmförderung Baden-Württemberg (MFG) und das Stuttgarter Haus des Dokumentarfilms (HDF) in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben, stehen fest: Der Hauptpreis und damit das Preisgeld von 20.000 Euro geht an den Autor und Regisseur Ilian Metev für seinen Dokumentarfilm „Sofias letzte Ambulanz“.

Ilian Metev

Ilian Metev

Der Film zeigt den Arbeitsalltag eines Arztes, einer Krankenschwester und eines Ambulanzfahrers im bulgarischen Sofia. Tag für Tag kämpfen sie in Doppelschichten für das Wohl ihrer Patienten und gegen das marode Gesundheitssystem und eine Flut von Absurditäten an – und haben dabei selbst kaum genug Geld zum Leben. Weitere Preise gingen an „Die große Passion“ von Jörg Adolph sowie Alexa Karolinski für „Oma und Bella“.

 Bei der Preisverleihung heute (20. Juni 2013) in Ludwigsburg beglückwünschte Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg,die Preisträger und betonte die lange und gute Tradition des Dokumentarfilms in Baden-Württemberg: „Eine der ganz großen Stärken unseres Filmstandorts ist der Dokumentarfilm. Allein in den letzten fünf Jahren wurden von der MFG Filmförderung 140 Dokumentarfilm-Projekte unterstützt. Im Bereich der Produktionsförderung wurden im Jahr 2012 sogar für mehr Dokumentar- als Spielfilmprojekte Mittel bewilligt. Die Pflege dieser Tradition ist und bleibt ein wichtiger Baustein bei unseren Anstrengungen, den Filmstandort Baden-Württemberg weiterzuentwickeln“.

 SWR-Fernsehdirektor Christoph Hauser betonte: „Auch in diesem Jahr ist es der Jury wieder gelungen, zehn herausragende Filme auszuwählen. Die Leidenschaft und das Herzblut der Autoren und Regisseure sind bei jedem Film eindrucksvoll spürbar. Jeder Film ist ein Unikat, weil er sich durch die ganz persönliche und individuelle Handschrift seiner Macher auszeichnet. Die Spielarten dokumentarischen Erzählens haben sich in den letzten Jahren enorm verändert, sind vielfältiger und bunter geworden. Das Genre des Dokumentarfilms präsentiert sich heute so lebendig und attraktiv wie nie." 

Sofias letzte Ambulanz

Sofias letzte Ambulanz

Irene Klünder, Geschäftsführerin des Hauses des Dokumentarfilms: „Der Deutsche Dokumentarfilmpreis und DOKVILLE, der vom Haus des Dokumentarfilms organisierte Branchentreff, zeigen das Beste und Interessanteste, was es im deutschsprachigen Dokumentarfilm derzeit zu sehen und zu diskutieren gibt. Beide Veranstaltungen sind gemeinsam ein ganz besonderer Höhepunkt im Festivalkalender der Filmbranche.“

Der Film „Sofias letzte Ambulanz“  wurde von Sutor Kolonko Filmproduktion, WDR und ARTE produziert. Die Jury hebt besonders die radikale Form des Films hervor: „Aus spannenden, mitunter rätselhaften Teilaspekten des Erzählten fügt sich der Alltag dieser Ambulanzeinsätze zu einem Ganzen, das die Dramatik des Geschehens nicht voyeuristisch preisgibt und dennoch die Dramen sichtbar macht. Ein neuer Beweis dafür, dass Kino im Kopf des Betrachters stattfindet. (…) Die Reduktion der filmischen Mittel und die dennoch große Nähe zu den Personen machen den Film zu einem besonderen Ereignis.“

 

Jörg Adolph

Jörg Adolph

Der Preis des HDF in Höhe von 3.000 Euro geht an „Die große Passion“ von Jörg Adolph, produziert von if Productions/BR. Die Jury begründet ihre Entscheidung: „Ein vielschichtiges lokales Sittengemälde und großes Welttheater: Frömmigkeit und Geschäftssinn, Künstlerporträt und Ensemblebeobachtung verschränken sich zu einem gleichermaßen eigenständigen wie erhellenden und nicht zuletzt höchst unterhaltenden Film.“  

 

Den mit 2.000 Euro dotierten Preis der Stadt Ludwigsburg erhält Alexa Karolinski für den Dokumentarfilm „Oma und Bella“, eine Koproduktion von Alexa Karolinski mit ARTE und RB.

Alexa Karolinski

Alexa Karolinski

In der Jurybegründung heißt es: „Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts entblättert sich aufs Berührendste in einer kleinen Berliner Küche (...) Wir spüren jüdische Geschichte in Deutschland, deutsche Geschichte in der Welt.“

 

Die Entscheidungen traf eine unabhängige Jury: Michael Verhoeven (Filmregisseur), Sung-Hyung Cho (Filmautorin), Gereon Wetzel (Filmautor), Heike Hupertz (Filmkritikerin), Wieland Speck (Programmleiter Sektion Panorama/Berlinale), Prof. Heiner Stadler (Hochschule für Fernsehen und Film, München) sowie Hans-Robert Eisenhauer (Filmproduzent).

 

Der „Deutsche Dokumentarfilmpreis“ wird alle zwei Jahre im Rahmen des Branchentreffs „Dokville“ verliehen und zeichnet Werke aus, die sich in besonderer Weise um die Weiterentwicklung des Dokumentarfilms in Kino und Fernsehen verdient gemacht haben. SWR, MFG Filmförderung und HDF verstärken damit ihr schon bestehendes Engagement für anspruchsvolle dokumentarische Fernseh- und Kinoproduktionen.

Hier die Nominierungen zum "Deutschen Dokumentarfilmpreis 2013":

Carte Blanche [mehr]
Länge: 91 Min.; Autor/Regie: Heidi Specogna, Sonja Heizmann;
Produktion: PS Film/WDR/ARTE/SRF; Schweiz/Deutschland 2011 [mehr]

Die große Passion [mehr]
Länge: 144 Min.; Autor/Regie: Jörg Adolph;
Produktion: if Productions/BR; Deutschland 2011 [mehr]

Dragan Wende – West Berlin [mehr]
Länge: 87 Min ; Autor/Regie: Dragan von Petrovic, Lena Müller;
Produktion: von.müller.film/RBB; Deutschland 2012 [mehr]

El Bulli – Cooking in Progress [mehr]
Länge: 113 Min. ; Autor/Regie: Gereon Wetzel;
Produktion: if Productions/BR/WDR;Deutschland 2011 [mehr]

Gerhard Richter Painting[mehr]
Länge: 97 Min.; Autor/Regie: Corinna Belz;
Produktion: zero one film/ MDR/WDR/ARTE; Deutschland 2011 [mehr]

Oma und Bella [mehr]
Länge: 76 Min.; Autor/Regie: Alexa Karolinski;
Produktion: Alexa Karolinski/ARTE/RB; Deutschland/USA 2012 [mehr]

Phoenix in der Asche [mehr]
Länge: 92 Min; Autor/Regie: Jens Pfeifer;
Produktion: Pech und Schwefel Filmproduktion/WDR; Deutschland 2011 [mehr]

Sofias letzte Ambulanz
Länge: 78 Min; Autor/Regie: Ilian Metev;
Produktion: Sutor Kolonko Filmproduktion/WDR/ARTE; Deutschland/Bulgarien/Kroatien 2012 [mehr]

Vergiss mein nicht [mehr]
Länge: 88 Min; Autor/Regie: David Sieveking;
Produktion: Lichtblick Media GmbH/Lichtblick Film- und Fernsehproduktion/BR/ARTE/HR; Deutschland 2012 [mehr]

Wadim [mehr]
Länge: 90 Min; Autor/Regie: Carsten Rau, Hauke Wendler;
Produktion: PIER 53 Filmproduktion/NDR; Deutschland 2011 [mehr]

Stifter und Preisgelder

Der Deutsche Dokumentarfilmpreis wird alle zwei Jahre verliehen. Preisstifter sind der Südwestrundfunk (SWR), die MFG Filmförderung Baden-Württemberg (MFG) und das Stuttgarter Haus des Dokumentarfilms (HDF). Das Preisgeld beträgt insgesamt 25.000 Euro. Der Deutsche Dokumentarfilmpreis (Hauptpreis von SWR und M F G zu je 50% getragen) ist mit einem Preisgeld von 20.000 Euro für einen Autor oder Regisseur verbunden, das in ein neues Filmprojekt fließen soll. Das Haus des Dokumentarfilms stiftet einen Förderpreis in Höhe von 3.000 Euro, die Stadt Ludwigsburg einen Preis in Höhe von 2.000 Euro.


Jury und Auswahlverfahren

Über die Vergabe der Preise entscheidet eine unabhängige Jury von sieben Repräsentanten aus den Bereichen der Filmschaffenden, der Filmhochschulen und der Film- und Fernsehkritik aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Mitglieder der diesjährigen Jury sind: Michael Verhoeven (Filmregisseur), Frau Sung-Hyung Cho (Filmautorin), Gereon Wetzel (Filmautor), Dr. Heike Hupertz (Filmkritikerin), Wieland Speck (Programmleiter Sektion Panorama/Berlinale), Prof. Heiner Stadler (Hochschule für Fernsehen und Film, München) sowie Hans-Robert Eisenhauer, (Filmproduzent).

Nicht mehr in der Jury mit je einem Sitz vertreten sind die bisherigen Preisstifter. 

Der Südwestrundfunk, die MFG Filmförderung Baden-Württemberg und das Stuttgarter Haus des Dokumentarfilms ziehen sich bewusst aus der Jury zurück, um dem Deutschen Dokumentarfilmpreis eine größtmögliche Unabhängigkeit zu verschaffen. 

Jedes Jurymitglied schlägt bis zu drei Filme für den Wettbewerb vor. Die Jury erstellt auf der Basis dieser Vorschläge eine Nominierungsliste mit maximal 10 Filmen.



Zur Geschichte des Preises

Seit 2003 wurde alle zwei Jahre der „Baden-Württembergische Dokumentarfilmpreis“ für herausragende Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum vergeben. Träger des Preises sind die MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, das Haus des Dokumentarfilms Stuttgart und der SWR. Bei der Preisverleihung 2007 im Rahmen der Veranstaltung „Dokville“ in Ludwigsburg hatte sich gezeigt, dass der Preis nicht nur auf regionale, sondern auf internationale Resonanz stößt, sowohl bei den eingereichten Filmen als auch bei der Bedeutung als Branchentreff. Diese Wichtigkeit, aber auch die Ausrichtung auf den deutschsprachigen Raum hatte die Preisstifter bewogen, den Preis seit 2009 "Deutscher Dokumentarfilmpreis" zu nennen.


Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des "Deutschen Dokumentarfilmpreises":

Deutscher Dokumentarfilmpreis

Goggo Gensch
HA Film und Kultur

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