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Ein vielschichtiger Film über Bambus, den Baustoff der Armen.

Mit atemberaubenden Aufnahmen von Bangladeschs Bambuswäldern führt der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilmer Shaheen Dill-Riaz in die raue Welt der Männer ein, die seit Generationen Bambus fällen und einen Monat lang tausende Stämme mit riesigen Flößen über eine 300 Kilometer lange Flussstrecke zu den Großhändlern in der Hauptstadt Dhaka transportieren.

Diese behelfsmäßigen Flöße sind für einige Wochen ihr Lebensraum. Hier schlafen und essen sie, hier verrichten sie ihre Notdurft direkt in den Fluss, immer in Sorge um die wertvolle Fracht. Überall lauern Gefahren: Stromschnellen, Elefanten, Hitze und Regen und immer wieder die Angst vor Flusspiraten und Dieben. 

Filmtrailer Bamboo Stories:

Mit Witz und Schmerz erzählen die Männer auf ihrer Reise, warum sie so an einer Arbeit hängen, die hart, schlecht bezahlt und gefährlich ist und warum sie sie dennoch niemals aufgeben würden. Ein vielschichtiger Film über Bambus, den Baustoff der Armen, und die Männer, die ihn beschaffen. 

Shaheen Dill-Riaz erzählt über die Dreharbeiten:

Buch und Regie

© Mayalok Filmproduktion (Foto: SWR)
Shaheen Dill-Riaz

Shaheen Dill-Riaz stammt aus Bangladesch, wo er in seiner Heimatstadt Dhaka Philosophie studierte und als Filmjournalist arbeitete. Zudem war er Mitorganisator des International Short Film Festivals Dhaka. Über ein Kulturstipendium des Goethe-Instituts Berlin kam er 1992 nach Deutschland, wo er zunächst Kunstgeschichte an der FU Berlin studierte und 1995 ein Kamerastudium an der HFF Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg begann.

Sein Abschlussfilm „Sand und Wasser“ (2002) erhielt mehrere internationale Auszeichnungen. Für seinen Film „Eisenfresser“ erhielt er 2010 unter anderem den Grimme-Preis in der Kategorie Information und Kultur.

Stab / Filmdaten

Deutschland 2019 – 96 Min.
Buch und Regie: Shaheen Dill Riaz
Kamera: Shaheen Dill-Riaz
Montage: Andreas Zitzmann
Ton: Masrur Rahman Masud, Johannes Schmelzer-Ziringer, Alamgir Hussain
Musik: Eckart Gadow
Produktion: Mayalok Filmproduktion
Koproduktion: SWR / ARTE
Förderung Projektentwicklung: Wissenschaftskolleg zu Berlin
FSK: 0
Barrierefreie Fassungen: Untertitel (OmU), Audiodeskription

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