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Streichquartett-Matinee Cuarteto Casals

Werke von Purcell, Haydn, Beethoven und Kurtág

Veranstaltung

Datum:
Mittwoch, 1. Mai 2019
Beginn:
11 Uhr
Ort:

Schloss

Mozartsaal

Schloss Schwetzingen
68723 Schwetzingen
Ticket kaufen
Programm:

Henry Purcell (1659–1695)
Fantasien für Streichquartett (Auswahl)

Joseph Haydn (1732–1809)
Streichquartett C-Dur op. 33 Nr. 3
Hob. III:39 "Vogel-Quartett"

György Kurtág (*1926)
Zwölf Mikroludien op. 13

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131

Mitwirkende:

Vera Martínez Mehner, Violine
Abel Tomàs, Violine
Jonathan Brown, Viola
Arnau Tomàs, Violoncello

Cuarteto Casals

Mischt seit zwanzig Jahren die internationale Kammermusikszene auf: Cuarteto Casals

Der Fortschritt trägt ein Janusgesicht. Henry Purcell schrieb seine Streicherfantasien als Übungen im alten Stil. Aber er erzeugte einen Vorgeschmack dessen, welche Risse sich auftun können, wenn der Klang als das Umgreifende in permanenter Spannung zur Selbstbehauptung der melodischen Einzelstimmen steht: Die Zukunft deutet sich in den Unebenheiten des Rückblicks an. Beethovens cis-Moll-Quartett gleicht einer Reise. Es beginnt wie eine Canzone der alten Art, musiziert sich zu den Kontrapunktkünsten eines Bach vor, erreicht in der Mitte mit einem Variationensatz und einem zerklüfteten Scherzo den klassischen Stil samt seiner Selbstgefährdung. Die Bewegungsenergie des Finales aber kommt aus der Gestik, die bis heute ihre Symbolkraft nicht verfehlt: "En marche"! Der Weg ins Neuland heißt Suche. Sie kann unversehens zum Ziel führen, kann sich auch zum ästhetischen Eigenwert verselbstständigen. György Kurtág fasste seine Mikroludien knapp, doch die kleine Form hat die große als Aura um sich. Diese Art der Suche ist die permanente Möglichkeitsform der Musik. Haydns Quartette op. 33 gelten als ein Gründungsdokument des klassischen Stils. Nach der experimentellen Suche früherer Werkzyklen hatte er nun ein Ziel erreicht – eine Quartettästhetik, die Geschichte machte.