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Streichquartett-Matinee chiaroscuro quartet

Werke von Bach, Beethoven und Schubert

Veranstaltung

Datum:
Sonntag, 5. Mai 2019
Beginn:
11 Uhr
Ort:

Schloss

Mozartsaal

Schloss Schwetzingen
68723 Schwetzingen
Ticket kaufen
Programm:

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
"Die Kunst der Fuge" BWV 1080 (Auswahl)

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Streichquartett F-Dur op. 18 Nr. 1

Franz Schubert (1797–1828)
Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810
"Der Tod und das Mädchen"

Mitwirkende:

Alina Ibragimova, Violine
Pablo Hernán Benedí, Violine
Emilie Hörnlund, Viola
Claire Thirion, Violoncello

chiaroscuro quartet

Das englische Streichquartett chiaroscuro quartet

Der Name ist Programm. Die Technik des Chiaroscuro, des Helldunkel, diente Malern des Barock dazu, Konturen zu schärfen, Ausdruck zu intensivieren und die räumliche Suggestion zu steigern. Diese Wirkungen strebt das Quartett um Alina Ibragimova an, wenn es Werke vom Barock bis zur Romantik auf Instrumenten mit Darmsaiten spielt. Ein Meister des Chiaroscuro in der Musik war Franz Schubert. Sein Umblenden von Dur nach Moll, sein Umwerten ihrer Ausdruckscharaktere, das Dur düsterer als Moll und Moll wie eine durhelle Hoffnung klingen lässt, ist im Lied vom Tod und dem Mädchen beispielhaft konzentriert. Er machte es in seinem d-Moll-Quartett zum Thema für den zentralen, langsamen Variationensatz und zur treibenden Kraft des Eröffnungsstücks. Das Chiaroscuro wirkt als Kontrastidee auch in Beethovens F-Dur-Quartett op. 18. Den langsamen Satz brachte er selbst mit der Grabszene aus Shakespeares Romeo und Julia in Verbindung. Die Auswirkungen strahlen bis in die tonalen Verdunkelungen im munter vitalen Finale aus. Beethovens Affetuoso-Satz steht wie Schuberts Quartett in der Tonart d-Moll, die von Bachs Kunst der Fuge bis zu Schönbergs Aufbruchstücken in die Moderne immer wieder Impulse für das Neue, Unerhörte trug.