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Schonzeit beendet Pollenalarm im Winter

Schon der Dezember war ungewöhnlich mild. Und auch der Januar scheint nicht daran zu denken, dass wir – meteorologisch gesehen - Winter haben. Das bleibt nicht ohne Folgen: Wie die Europäische Stiftung für Allergieforschung berichtet, verstreuen insbesondere Erle und Haselnuss jetzt schon ihre Pollen - sehr zum Leidwesen der Allergiker.

Kaum zu glauben, aber wahr: In Deutschland beginnt die Pollenflugsaison! Kalendarisch gesehen stecken wir zwar noch mitten im Winter, doch die milden Temperaturen der vergangenen Wochen trieben die Säfte insbesondere in Erle und Haselnuss.

Schonzeit beendet: Pollen schon im Winter

Allergietest

Allergietest

Ende Dezember sind an mehreren Orten in Deutschland die ersten Pollen dieser Windbestäuber gesichtet worden. Flogen die Pollen bisher in der Regel erst im Frühjahr, lässt sich der vorschnelle Auftakt in diesem Jahr durch den ungewöhnlich warmen Winter erklären. Mit verwirrenden Folgen für Allergiker.
Betroffene denken dieser Tage eher an eine Erkältung, wenn sie ins Taschentuch schnupfen. Doch Niesreiz, tränende und juckende Augen – so die in Berlin ansässige Europäische Stiftung für Allergieforschung – sind vielfach schon das Ergebnis der ersten Pollen, die in der Nase kitzeln

2012 - hartes Jahr für Allergiker

Birkenpollen sorgen häufig für Allergien

Birkenpollen

Die Stiftung geht im weiteren Jahresverlauf von einem starken Birkenpollenflug aus, der bis in den Mai andauern soll. Die unschöne Pollenprognose beruht auf einer langfristigen Beobachtung des Deutschen Polleninformationsdienstes. Er sammelt jährlich Pollen in eigens dafür aufgestellten Flugfallen. In den vergangenen zwölf Jahren hat er dabei einen Zwei-Jahres-Rhythmus beobachtet: Immer in den "geraden" Jahren – also 2004, 2006, 2008 - wurden in den Pollenflugfallen vergleichsweise hohe Mengen an Birkenpollen entdeckt. Zuletzt in 2010. So wird auch 2012 für Menschen mit einer Pollenallergie wohl wieder mal ein "hartes Jahr".

Fettes Jahr für Birken

Mädchen niest

Bäume und Gräser blühen immer früher

Wie es zu diesem jährlichen Wechsel zwischen hohen und niedrigen Birkenpollenwerten kommt, ist nicht eindeutig geklärt, so die Wissenschaftler. Vielleicht haben die Birken sogenannte Mastjahre, ähnlich wie das zum Beispiel bei den Äpfeln bekannt ist. Manchmal hängt der Baum voller Früchte, im Jahr danach fällt die Ernte wieder mager aus. Allergologisch gesehen scheint mit 2012 also wieder mal ein "fettes Jahr" angebrochen zu sein.

Nur Kälteeinbruch kann Pollenflut noch bremsen
In Deutschland leiden 16 Prozent der Menschen unter einer Pollenallergie. Frühjahrsblüher wie Birke, Erle oder Haselnuss sind dabei besonders gefürchtet, weil sie - abhängig vom Temperaturverlauf – schlagartig riesige Mengen an Pollen ausschütten können. Nur ein Kälteeinbruch kann den Pollenflug jetzt noch stoppen.