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Akustische Spielformen

Veranstaltung

Datum:
Samstag, 16. Oktober 2010
Beginn:
9:30 Uhr
Ort:
Realschule, Kleine Turnhalle

Verleihung des Karl-Sczuka-Preises für Hörspiel als Radiokunst 2010
an Oswald Egger und Iris Drögekamp
und des Karl-Sczuka-Förderpreises 2010
an Sung Hwan Kim und David Michael DiGregorio
durch den Hörfunkdirektor des Südwestrundfunks Bernhard Hermann
Laudatio: Christina Weiss, Juryvorsitzende

Karl-Sczuka-Preis 2010
Oswald Egger/ Iris Drögekamp
Ohne Ort und Jahr
Dauer: 35’03 Minuten

Die unabhängige Jury gab für ihre Entscheidung folgende Begründung: Das Hörstück „Ohne Ort und Jahr“ des Dichters Oswald Egger setzt die zeitliche Linearität der Sprachfolge durch gegenläufige Textspuren und Satzinseln außer Kraft. Die Regisseurin Iris Drögekamp komponiert daraus einen fünfstimmigen poetischen Raum, in dem sich „Wort für Wort“ imaginative Prozesse entzünden: Aus wuchernden Wortschätzen entsteht suggestives sprachliches Geschehen von großer Sinnlichkeit. Oswald Egger und Iris Drögekamp ist mit „Ohne Ort und Jahr“ ein beglückendes Hörwerk gelungen.

Karl-Sczuka-Förderpreis 2010
Sung Hwan Kim/ David Michael DiGregorio
One from In the Room
Dauer: 43’39 Minuten


Iris Drögekamp

Iris Drögekamp

Der Autor Oswald Egger und die Regisseurin Iris Drögekamp erhalten den vom Südwestrundfunk (SWR) gestifteten Karl-Sczuka-Preis 2010 für Hörspiel als Radiokunst. Sie werden für das Radiostück „Ohne Ort und Jahr“ ausgezeichnet, das als Produktion des SWR am 21. Mai 2010 urgesendet wurde. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 12.500 Euro verbunden. Der diesjährige Karl-Sczuka-Förderpreis in Höhe von 5.000 Euro wird an den koreanischen Autor Sung Hwan Kim und den amerikanischen Musiker David Michael DiGregorio für ihre Produktion „One from In the Room“ vergeben, die am 5. Februar 2010 vom Bayerischen Rundfunk urgesendet wurde.


Der Karl-Sczuka-Preis gilt als international bedeutende Auszeichnung für avancierte Werke der Radiokunst. Er wird jährlich an die „beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt“, verliehen. In diesem Jahr wurden 65 Wettbewerbsbeiträge aus sieben Ländern eingereicht. Die Preisverleihung fand am 16. Oktober als öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2010 statt.

Huchel-Preisträger Oswald Egger an einem Rednerpult, im Hintergrund ein Portrait Peter Huchels

Oswald Egger

Begründung der Jury

Über die Zuerkennung der Preise hat am Freitag, 23. Juli, in Baden-Baden eine unabhängige Jury unter Vorsitz der Publizistin und ehemaligen Kulturstaatsministerin Christina Weiss entschieden. In ihrer Begründung schreibt die Jury:

"Das Hörstück „Ohne Ort und Jahr“ des Dichters Oswald Egger setzt die zeitliche Linearität der Sprachfolge durch gegenläufige Textspuren und Satzinseln außer Kraft. Die Regisseurin Iris Drögekamp komponiert daraus einen fünfstimmigen poetischen Raum, in dem sich „Wort für Wort“ imaginative Prozesse entzünden: Aus wuchernden Wortschätzen entsteht suggestives sprachliches Geschehen von großer Sinnlichkeit. Oswald Egger und Iris Drögekamp ist mit „Ohne Ort und Jahr“ ein beglückendes Hörwerk gelungen."