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VfB Stuttgart | Interview Simon Terodde darf "ein bisschen" feiern

Nach dem hart erkämpften 3:1-Sieg des VfB Stuttgart gegen Arminia Bielefeld hatte VfB-Trainer viel zu kritisieren. Nur Dreifach-Torschütze Simon Terodde dürfe ein wenig feiern.

Hannes Wolf glücklich

Hannes Wolf hat allen Grund, glücklich zu sein: Sein Stürmer Simon Terodde knallte heute drei Tore in die Maschen

Hannes Wolf, haben Sie den Sieg verdient?

Bielefeld hat uns das Leben sehr schwer gemacht. Wir haben 70 Minuten weder sehr gut noch sehr klar gespielt. Wir sind glücklich in Führung gegangen und bekamen dann in einer Situation, in der wir zweimal hätten klären können, das 1:1. Bei dem Pfostenschuss danach hatten wir großes Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Trotzdem hat die Mannschaft dann gut reagiert: Die letzten 20 Minuten waren top. Wir hatten noch einige gute Situationen, und haben auch nichts mehr zugelassen. Wir wollen in Zukunft auf jeden Fall besseren Fußball spielen, als wir das heute gemacht haben.

Der schönste Moment dieses Spieles war Simon Teroddes Links-Volley-Schuss in der 90. Minute. Da ging es Ihnen dann richtig gut, oder?

Ja, das auf jeden Fall. Ich freue mich, dass die Zuschauer nicht unruhig geworden sind. Natürlich hätten die auch gerne ein besseres Spiel gesehen, aber die Fans haben das mitgetragen - auch die Phasen, die uns schwer gefallen sind. Dieses Spiel zu gewinnen, war eine große Erleichterung.

Von den Menschen, von denen sie hier gerade gesprochen haben, waren heute 55.000 im Stadion. Das ist in Europa Platz 16 in der Zuschauer-Tabelle - besser als jede Serie-A-Mannschaft. Wie fühlen sie sich hier im Stadion?

Das ist unfassbar. Die Menschen, die hier aufgewachsen sind, werden mit dem VfB Stuttgart groß - das liegt in den Genen. Das ist ein Teil von den Menschen - in guten wie in schlechten Zeiten. Diese Energie zu fühlen und zu sehen, was es ihnen bedeutet, das ist unglaublich.

Simon Terodde hat drei Tore geschossen - darf er heute feiern?

(lacht) Ich glaube er hat Familie. Ein bisschen darf er feiern. Es waren sehr wichtige Tore für uns und für ihn. Ich weiß nicht, wie sein Abendleben aussieht, aber er wird es nicht übertreiben.