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VfB Stuttgart | eSports VfB Stuttgart gründet eine eSports-Abteilung

Als dritter Fußball-Bundesligist neben dem VfL Wolfsburg und Schalke 04 hat der VfB Stuttgart eine eSports-Abteilung ins Leben gerufen. Der Kader besteht zunächst aus zwei Spielern.

"Dr. Erhano", VfB-Marketing-Vorstand Jochen Röttgermann und "Marlut" (von links)

"Dr. Erhano", VfB-Marketing-Vorstand Jochen Röttgermann und "Marlut" (von links)

Mit Erhan "Dr. Erhano" Kayman und Marcel "Marlut" Lutz hat sich der VfB Stuttgart zwei eSports-Talente gesichert. Der Fokus der neu gegründeten Abteilung soll auf dem Spiel "FIFA" von EA Sports liegen. Dort treten die Gamer in virtuellen Fußballspielen gegeneinander an. Daniel Ginczek findet sich dort übrigens zu langsam - außerdem fehlen seine Arm-Tatoos. Er war mit Julian Green und Timo Baumgartl bei der Präsentation dabei und spielte ein Showmatch gegen die eSportler.

FIFA-Spieler coachen sich selbst

Die Unterstützung der eSportler kommt zunächst vor allem von "Stark eSports". Die Agentur mit Sitzen in Bochum, Zürich und Dubai war an der Verpflichtung der beiden Sportler maßgeblich beteiligt. Aber auch mit dem Engagement beim VfB ändert sich vorerst nicht viel für die beiden Sportler: Einen Trainer wie im normalen Fußball haben sie nicht, die beiden Profis werden sich zukünftig gegenseitig coachen. Das bedeutet: In Online-Begegnungen spielen sie gegeneinander und analysieren anschließend ihr Spiel. Das sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum professionellen eSport, sagt Experte Malte Hedderich.

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VfB Stuttgart | eSports

Timo Baumgartl hat Tipps für die eSportler

Moritz Ladwig

Harte Arbeit erwartet die eSportler, meint Timo Baumgartl scherzhaft. Man merke, dass sie wissen, was sie tun. Auch wenn FIFA nicht sein Lieblingsspiel ist, freut sich Timo Baumgartl über die neue Abteilung beim VfB Stuttgart.

Dazu können die Profis auch in naher Zukunft ohne große Veränderungen arbeiten, denn ein Trainingscenter für eSport wird es beim VfB erst mal nicht geben. Ein großes Event für Marlut steht aber bald an: Vom 16. bis 18. August kämpft er in London um den Weltmeistertitel. Dort wird er im Trikot des VfB antreten.

VfB möchte "immense junge Zielgruppe" erschließen

"Gaming ist nicht nur bei einem großen Teil der jungen Generation beliebt. Es ist auch im Blickfeld vieler Unternehmen, die damit ebenso wie der VfB Stuttgart auch die Attraktivität der eigenen Marke stärken wollen. Wir freuen uns, dass "Dr. Erhano" und "Marlut" die weiß-roten Farben des VfB Stuttgart im FIFA eSports-Bereich vertreten werden und die VfB-Fans begeistern wollen", sagte VfB-Marketing-Vorstand Jochen Röttgermann. Geld einspielen sollen die Gamer durch Preisgelder bei Turnieren, abgesehen von der Weltmeisterschaft Mitte August sind die großen Turniere in dieser Saison allerdings bereits vorbei. Konkrete Ziele für die Zukunft wurden noch nicht genannt.

Von Moritz Ladwig und Tim Baron