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Fußball | DFB-Pokal Stuttgart siegt im Elfmeterschießen

0:2 lag der VfB Stuttgart bei Energie Cottbus hinten. Doch die Schwaben kämpften sich erst in die Verlängerung und dann ins Elfmeterschießen. Doch wirklich glücklich konnten die Schwaben nicht sein.


Der VfB Stuttgart war in der ersten DFB-Pokal-Runde nicht unbedingt das bessere aber das glücklichere Team. Mit 4:3 siegten die Schwaben im Elfmeterschießen gegen Energie Cottbus und zitterten sich damit eine Runde weiter. Dabei lagen die Schwaben schon 0:2 hinten: Fabio Viteritti nutzte eine ganze Reihe haarsträubender Abwehrfehler zum 0:1 (6.) und Maximilian Zimmer machte das 0:2 per Freistoß (26.).

Energie Cottbus hatte sich extra schick gemacht. Weil der VfB Stuttgart 20 Jahre nach dem DFB-Pokal-Finale 1997 wieder im DFB-Pokal in die Lausitz kam, hatten sie nochmal die alten Trikots reaktiviert. Dem VfB konnte die Erinnerung an damals nur recht sein. Schließlich hatten die Schwaben den Pott nach Hause geholt. Auch diesmal wollte das Team um Christian Gentner umbedingt als Sieger vom Platz gehen. Doch der VfB fand wenig spielerische Mittel, um die kompakte Defensive des Regionalligisten ernsthaft zu gefährden. So fiel der Anschlusstreffer nach einer Einzelaktion von Josip Brekalo (49.); der Ausgleich war ein Eigentor von José Matuwila.

Noch wenig Stabilität in der Abwehr

Trainer Hannes Wolf blieben danach vor allem zwei Erkenntnisse: Seine Jungs bewiesen Moral und kämpften sich zurück ins Spiel. Aber in der Abwehr des VfB Stuttgart stimmt es noch nicht. Dem 0:1 von Fabio Viteritti ging eine ganze Fehler-Kette voraus: Ebenezer Ofori wollte Energie-Stürmer Streli Mamba den Ball stibitzen, stattdessen spitzelte er den Ball zu Dzenis Burnic, der wollte den Ball zu seinem Torwart zurückspielen. Doch Ron-Robert Zieler hatte die Linie bereits verlassen und war völlig verdutzt, von Burnics Querpass. Das Ergebnis: Viteritti konnte ins leere Tor einschieben. Auch in der Verlängerung brachte sich die Defensive immer wieder selbst unter Druck.


Cottbus war näher am Sieg

Das musste auch Wolf anerkennen: "Wir können uns glücklich schätzen, dass wir den Pokal weiterspielen dürfen. Wir wussten, dass Cottbus Qualität hat. In der zweiten Halbzeit haben wir alles versucht, hinten raus war Cottbus die bessere Mannschaft und hätte mit Sicherheit auch den Sieg verdient gehabt." Doch Torjäger Simon Terodde brachte es am Ende auf den Punkt: "Wir waren das glücklichere Team. Aber das interessiert morgen niemanden mehr. Wichtig ist, dass wir weiter sind."


Energie Cottbus - VfB Stuttgart 2:2 (2:2, 2:0) n.V., 3:4 i.E.

Cottbus: Meyer - Startsev, Stein, Matuwila, Schlüter - Kruse, Maximilian Zimmer (79. Zickert, 106. Ziegenbein) - de Freitas Costa, Viteritti, Geisler (56. Weidlich) - Mamba (119. Förster)
Trainer: Wollitz

Stuttgart: Zieler - Matthias Zimmermann, Pavard, Kaminski, Burnic - Ofori (60. Özcan) - Asano (55. Ginczek), Akolo (67. Donis), Gentner (97. Mangala), Brekalo - Terodde Trainer: Wolf

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach)

Tore: 1:0 Viteritti (5.), 2:0 Maximilian Zimmer (28.), 2:1 Brekalo (49.), 2:2 Matuwila (77., Eigentor)

Elfmeterschießen: 0:1 Terodde, 1:1 Viteritti, 1:2 Ginczek, 2:2 Stein, 2:3 Pavard, 3:3 Schlüter, 3:4 Brekalo, Ziegenbein (Cottbus) schießt an den Pfosten, Meyer (Cottbus) hält gegen Brekalo, Förster (Cottbus) schießt vorbei

Zuschauer: 17.516